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Frau Sunna gewinnt wieder

Sommergewinn Frau Sunna gewinnt wieder

In Marburgs Partnerstadt Eisenach fand am Samstag wieder der traditionelle Umzug zum Sommer­gewinn statt.

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Das Streitgespräch zwischen Frau Sunna (rechts) und Herrn Winter ist der traditionelle Höhepunkt beim Sommergewinns-Umzug. Archivfoto: dpa

Quelle: Michael Reichel

Marburg. In Marburgs Partnerstadt Eisenach wurde beim großen Umzug vor 70000 Zuschauern bei strahlendem Frühlingswetter am Samstag nach altem Brauch wieder der Winter verjagt und der Sommer gewonnen. Alljährlich drei Wochen vor Ostern feiern Einheimische und Gäste das Frühlingsfest Sommergewinn. Höhepunkt war auch dieses Mal wieder der Festumzug mit 1200 Mitwirkenden, an dessen Ende sich Frau Sunna wie in jedem Jahr ein Rede­duell mit dem greisen Herrn Winter lieferte und rituell gewann. Der Winter wurde symbolisch als Strohpuppe verbrannt.

Auch zehn Musikgruppen, 44 Laufgruppen, 42 Festwagen und Kutschen sowie 115 Pferde und Zugtiere (Esel und Kühe) bildeten den 1,2 Kilometer langen Festzug, an dem auch die Oberstadtgemeinde, eine Delegation der Stadtteilgemeinden und das Blasorchester des TSV Ockershausen teilnahmen. Mit dabei waren auch zwei mittelalterliche Musikgruppen, die für die passenden Klänge sorgten. Die Sommergewinnszunft erinnerte mit sechs Festwagen speziell an das Thema der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt ­Eisenach.

Der Sommergewinn ist eines der ältesten und größten Frühlingsfeste in Deutschland. Es wird vermutlich seit dem 13. Jahrhundert gefeiert und verbindet heidnische und christliche Bräuche. Zum Sommergewinns-Empfang, bei dem ­Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf (PDS) redete, waren auch wieder Delegationen aus allen Partnerstädten - darunter auch Marburg - geladen.

von Manfred Hitzeroth

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