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Forschungsbau entsteht in Rekordgeschwindigkeit

Synmikro-Bau Forschungsbau entsteht in Rekordgeschwindigkeit

Gestern fand bei strahlendem Sonnenschein das Richtfest für den neuen Forschungsbau statt, der Ende des Jahres eingeweiht werden soll.

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Marburg. „Dieser Neubau widerlegt eine Reihe von Vorurteilen gegenüber der öffentlichen Hand als Bauherr“, freute sich Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer gestern beim Richtfest des neuen Zentrums für Synthetische Mikrobiologie. Es sei entgegen aller anderslautender Behauptungen in diesem Fall möglich gewesen, schnell und innovativ zu bauen und dabei im Kostenrahmen zu bleiben. Es werde dabei unter der Projektleitung des Hessischen Baumanagements ein Spezialgebäude für die Wissenschaft errichtet, dass zudem einen hohen energetischen Standard einhalte.

Der Forschungsneubau kostet 11,7 Millionen Euro und wird aus dem hessischen Hochschulbauprogramm „Heureka“ finanziert und in Modulbauweise errichtet: Über einem im Massivbau errichteten Kellergeschoss werden drei Obergeschosse als Stahlsystembau mit vorgefertigten Außenwänden gebaut.

Sichtbares Zentrum für Synmikro

In dem Neubau sollen ab Dezember dieses Jahres im Rahmen des durch das Land Hessen geförderten „Loewe“-Zentrums für Synthetische Mikrobiologie (Synmikro) mehrere Arbeitsgruppen der Universität und der Max-Planck-Gesellschaft einziehen. Ziel des Zentrums ist es, aus Mikroorganismen mit Hilfe von Veränderungen der Funktionen von Zellen und Zellbestandteilen flexibel einsetzbare Module zu entwickeln, die Grundlage für eine neue Biotechnologie darstellen können.

„Moderne Laborflächen sind eine Grundvoraussetzung für exzellente Forschung. Daher freue ich mich sehr über die besonders zügige Erstellung des Gebäudes“, sagte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause. „Dieses Gebäude ist nun das erste sichtbare Zentrum für Synmikro“, freute sich Professor Bruno Eckhardt, der geschäftsführende Direktor des Marburger Loewe-Zentrums. Als besonders positiv beurteilt er die Nähe zu anderen Gebäuden, in denen bereits „Synmikro“-Gruppen untergebracht sind. Eckhardt betonte, dass „Synmikro“ mittlerweile eine Aufbauphase von drei Jahren hinter sich habe, in der es vor allem um die Besetzung vieler Eckprofessuren und die Anwerbung von Nachwuchsforschern gegangen sei. In den kommenden Jahren solle nun die eigentliche Forschung weiter intensiviert werden. Zudem setze man darauf, einen weiteren Sonderforschungsbereich genehmigt zu bekommen.

Einer der neuen Nutzer ist Professor Victor Sourjik, der zum Jahresende von Heidelberg nach Marburg wechselt. Er ist Spezialist für Systembiologie und beschäftigt sich in seiner wissenschaftlichen Arbeit mit der Untersuchung von Bakterien und der möglichen Veränderung ihrer Funktionsweisen. „Die Mikrobiologie in Marburg zählt zu den stärksten Standorten in Deutschland“, sagte Sourjik gegenüber der OP.

von Manfred Hitzeroth

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