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Forscher zeigen Einblicke ins Gehirn

Vorschau Studium generale Forscher zeigen Einblicke ins Gehirn

Das Thema für das Studium generale der Uni Marburg lautet im kommenden Sommersemester „Reisen ins Gehirn“.

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Der Neurologe Professor Richard Dodel ist einer der Organisatoren des „Studiums generale“ .

Quelle: Archiv

Marburg. Beim Studium generale geht es in diesem Sommersemester ab Ende April ganz um die Präsentation aktueller Ergebnisse der Hirnforschung. Organisiert wird die Vortragsreihe der Philipps-Universität gemeinsam von dem Alzheimer-Forscher Professor Richard Dodel und dem Psychologie-Professor Rainer Schwarting. Die beiden Marburger Forscher haben ein vielfältiges Vortrags-Programm zusammengestellt, das von auswärtigen Referenten bestritten wird.

Das liegt allerdings nicht daran, dass es in Marburg zu wenig hochkarätige Wissenschaftler gibt, die sich mit Themen rund um das Gehirn befassen, erläutert Schwarting. Im Gegenteil: Neurowissenschaftler aus den sechs Fachgebieten Psychologie, Medizin, Physik, Biologie, Pharmazie und Sprachwissenschaften beschäftigen sich in Marburg auf hohem Niveau mit Hirnforschung, erläutert Schwarting.

Der Beitrag von Marburger Forschern zum Studium generale in diesem Sommersemester soll vor allem darin bestehen, den „Brain Slam“ zu bestreiten. Angelehnt an den „Science Slam“ des Hessischen Landestheaters  Marburg sollen dabei am 3. Juni Forscher in rund zehnminütigen Vorträgen Forschungsergebnisse einem großen Publikum im Audimax möglichst unterhaltsam vorführen.

Zwei Teilnehmer für „Brain Slam“ stehen bereits fest

Dabei steht bei dem von der stellvertretenden Theater-Intendantin Dr. Christine Tretow moderierten Spektakel ausnahmsweise eher der Spaß im Vordergrund und nicht die detaillierte wissenschaftliche Aussage. Zwei Teilnehmer stehen bereits fest. Weitere Bewerber können sich per E-Mail melden (Adresse: schwarti@mailer.uni-marburg.de).

Die Hauptvorträge beim Studium generale sollen unter dem Motto „Reisen ins Gehirn“ jeweils spezielle kleine Reisen sein, bei denen ausgewiesene „Reiseführer“ die neuesten Entwicklungen aus ihren speziellen Fachgebieten auf möglichst allgemeinverständliche Weise erklären sollen. Bereits im Sommersemester 2002 gab es unter der Überschrift „Geist und Gehirn“ in Marburg ein „Studium generale“. Seitdem ist in der Hirnforschung einiges passiert, erläuterte Professor Schwarting im Gespräch mit der OP.

So hätten sich beispielsweise methodische Verfahren zur Bildgebung deutlich verbessert. Mittlerweile seien nicht nur wie früher schon die einzelnen Hirnregionen bestimmten Hirnfunktionen zuzuordnen.

Neu sei auch, dass die Vernetzungen dieser einzelnen Regionen immer besser erforscht werden könnten.  Ein Ziel der Vortragsreihe ist es, die Funktionsweisen der neuen Forschungsmethoden und mögliche praktische Anwendungen darzustellen.  So sind auch Verbesserungen für Patienten wie die Entwicklung von Hirnschrittmachern ein Thema, das die Hirnforscher der Öffentlichkeit in Marburg näherbringen wollen.

Folgende Vorträge stehen immer mittwochs ab 20 Uhr im Audimax auf dem Programm:

  • 29. April:  Wenn Töne sauer schmecken - Synästhesie (Professor Lutz Jäncke, Zürich).
  • 6. Mai: Neuroprotektion und Hirnstimulation heute und in naher Zukunft (Professor Jens Volkmann, Würzburg).
  • 13. Mai:  Keine Sucht ohne Dopamin (Professor Thomas Herdegen, Kiel).
  • 20. Mai: Früherkennung und Prävention der Alzheimer-Krankheit: Was können wir in den nächsten 10 Jahren erwarten? (Professor Frank Jessen, Bonn).
  • 27. Mai: Bewegungsvorstellung und mentales Training: Wie unser Gehirn durch Vorstellungen trainiert wird (Professor Jörn Munzert, Gießen).
  • 10. Juni: Gehirn und Geschlecht:  Fakt und Mythen zu einer alten Frage (Professor  Onur Güntürkün, Bochum).
  • 17. Juni: Neuroplastizität (Professor Christian E. Elger, Bonn).
  • 1. Juli: Das plastische Gehirn: Wie Schmerz erlernt und verlernt wird (Professorin Herta Flor, Mannheim).
  • 8. Juli: Neurobiologie des sozialen Gehirns: Zur Bedeutung des Hormons Oxytocin (Professor Markus Heinrichs, Freiburg).
  • 15. Juli: Das Gehirn sichtbar machen (Professor Christian Büchel, Hamburg).

von Manfred Hitzeroth

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