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Forscher untersuchen Allergieschutz

Forschung Forscher untersuchen Allergieschutz

Auf der Spur der Entstehung von Allergien sind Marburger Forscher in einem großen Sonderforschungsbereich.

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Bei Ferien auf dem Bauernhof kommen Kinder auch in Kontakt mit Tieren - und mit Dreck. Die "Bauernhof-Hypothese" besagt, dass die Kinder, die auf traditionellen Bauernhöfen aufwachsen, kaum Asthma-Erkrankungen bekommen.

Marburg. Wie entstehen Allergien, wie können sie verhindert und wie können bessere Therapien entwickelt werden? Mit diesen Fragen werden sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Sonderforschungsbereichs/TR22 „Allergische Immunantworten der Lunge“ auch in Zukunft intensiv auseinandersetzen können: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat gerade für weitere vier Jahre die Förderung in Höhe von zehn Millionen Euro bewilligt.

Koordinator und Sprecher des Konsortiums ist der Marburger Professor Harald Renz. Außer der Philipps-Universität sind das Leibniz-Forschungszentrum in Borstel sowie die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Technische Universität München beteiligt. Im Rahmen des nationalen Netzwerks wird vor allem die schwerste Form allergischer Erkrankungen in den Atemwegen erforscht, das Asthma bronchiale.

Bei Allergien kommt es zu einer Fehlprogrammierung des Abwehrsystems: Es reagiert mit übertriebener Anstrengung auf eigentlich harmlose Umwelt-Antigene wie Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben und Nahrungsmittel. Dadurch entwickelt sich dann eine Entzündung an den Grenzflächen des menschlichen Körpers zu seiner Umwelt. In der ersten Förderperiode kam das Forscherkonsortium zu einer Reihe neuer und wichtiger Erkenntnisse. So ist jetzt klar, dass die Fehlprogrammierung des Abwehrsystems schon sehr früh im Leben entsteht, nämlich bereits im Mutterleib während der Schwangerschaft. Darüber hinaus spielt insbesondere das erste Lebensjahr für die Programmierung von Allergien eine ganz wichtige Rolle. An einer normalen Ausreifung der Immunantwort sind zumeist harmlose Bakterien unserer Umwelt beteiligt.

von Manfred Hitzeroth

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