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Flüchtlings-Plan stößt auf Ablehnung

200 für Marburg Flüchtlings-Plan stößt auf Ablehnung

Kritik an der Flüchtlings-Initiative, die 200 in Griechenland festsitzende Menschen nach Marburg holen will: Die Alternative für Deutschland (AfD) sieht "keinen rechtlichen Raum" für das Vorhaben.

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Für die freiwillige Aufnahme von 200 Flüchtlingen in Marburg demonstrierten Anfang der Woche etwa 40 Menschen. Foto: Wisker

Marburg. Die Kundgebung sei eine „populistische Aktion ohne jegliche Lösungsorientierung“ und eine, die „nicht die Meinung der Mehrheit der Bürger wiederspiegelt“, sagt Erik Markert, AfD-Vorsitzender in Marburg-Biedenkopf.

Da es sich bei der Forderung der Initiative nicht um die Aufnahme von Kontingentflüchtlingen, sondern um ein auf freiwilliger Basis davon losgelöstes Zuwanderungsangebot der Stadt handele, sei die Angelegenheit im Rahmen einer landesweiten Gleichbehandlung aufgrund der Gesetzeslage zu beurteilen. „Für eine freiwillige und ungeprüfte Aufnahme abseits der geregelten Verfahrenswege besteht kein rechtlich substantiierter Raum“, sagt Markert. Nur geordnete Asylverfahren seien sinnvoll und würden zur Problemlösung führen. Innerhalb der Verfahren „wird sich dann zeigen, ob den Asylbewerbern ein unseren Gesetzen entsprechender Aufnahmestatus zusteht und inwieweit eine Integration dieser überhaupt möglich oder geboten ist“.

Dass es sich bei den in Griechenland lebenden Flüchtlingen wirklich um „Misshandelte, Vergewaltigte und Geschundene“, wie etwa Marburgs Ex-OB Egon Vaupel während einer Kundgebung am Dienstag sagte, ist laut des AfD-Vorsitzenden „zweifelhaft“.

Am Dienstag forderten 40 Demonstranten die Politik auf, mehrfach gefasste Flüchtlings-Beschlüsse umzusetzen.

von Björn Wisker

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