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Flüchtlinge schlafen im Freien

Erstaufnahmelager Gießen Flüchtlinge schlafen im Freien

Die Zustände vor der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen sind dramatisch, schildern Augenzeugen wie OP-Fotograf Michael Hoffsteter.

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Flüchtlinge warten erschöpft auf dem Boden liegend auf den Einlass in das hessische Erstaufnahmelager in Gießen: Mitten in der Nacht.

Quelle: Michael Hoffsteter

Gießen. Rund 200 Flüchtlinge wurden am Mittwoch in Bussen nach Gießen gebracht. Sie waren am Morgen in München gestartet, nachdem sie mehrere Tage in Ungarn ausgeharrt hatten. In der Nacht zu Donnerstag kursierten in Gießen Gerüchte, wonach mehrere Züge und Busse mit weiteren Flüchtlingen erwartet wurden.

Rund 50 Bürger eilten daher vor die Erstaufnahmeeinrichtung, um den Menschen Kleidung, Wasser und Konservendosen zu bringen. Letztendlich sei aber nur eine kleinere Gruppe unterwegs gewesen, so Michael Hoff­steter. Auch er wollte helfen, Wasser bringen. Der OP-Fotograf hatte bewusst seine Kamera zu Hause gelassen. „Ich wollte keine Foto-Aktion daraus machen. Ich wollte nur Wasser bringen und mir selbst einen Eindruck verschaffen“, sagt er.

Doch als er Menschen sah, die im Meisenweg, also nah an der Aufnahmeeinrichtung, auf der Straße schliefen, zückt er doch sein Smartphone. Er hat die erschreckenden Bilder festgehalten. Männer, Frauen und Kinder aus Syrien, die ohne Decken auf dem Boden liegen. Erschöpft. Es gab „keine Teeküche, nicht mal ein Toilettenhäuschen für die Menschen, die warten müssen“, sagt Hofstetter.

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