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Fledermäuse erhalten Winterquartier

Natur Fledermäuse erhalten Winterquartier

Fledermäuse, die in Marburg und Umgebung leben, haben bei der Elnhäuser Mühle ein neues Winterquartier erhalten.

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Das ehemalige Kellergebäude der Elnhäuser Mühle ist seit diesem Winter Unterschlupf für Fledermäuse.

Quelle: Sonja Lecher

Elnhausen. Der halb oberirdische Keller der ehemaligen Elnhäuser Mühle dient in diesem Winter erstmals als Fledermaus-Quartier über die kalten Monate. Die ersten der nachtaktiven Tiere haben das neue Winterquartier schon bezogen: das Braune Langohr, die Wasser- und die Fransenfledermaus. Obwohl seit Oktober erst vier Tiere gesichtet wurden, bedeute das nicht, dass nicht schon mehr Tiere in dem Keller überwintern, sagte Ortrud Simon von der Unteren Naturschutzbehörde Marburg bei einer Besichtigung des neuen Winterquartiers. „Das, was man sieht, ist nicht das, was da ist.“ Denn in Ritzen und Spalten seien oftmals die Tiere nicht zu entdecken. Allerdings, „viel mehr als zehn Tiere werden nicht drin sein“, merkte Simon an.

Da Fledermäuse bei ihrer Wahl eines Ortes zum Überwintern durchaus einen komplizierten Bedarf haben, wie Professor Hans-Wilhelm Bohle, Vorsitzender des Naturschutzbeirates der Stadt Marburg und Biologe, erläuterte, richtete die Untere Naturschutzbehörde das verfallene Kellergebäude seit April 2010 für die Tiere her. So überprüfte ein Statiker das einsturzgefährdete Ziegelsteingewölbe, wurden Pflanzen vom Dach abgetragen, die Decke isoliert und mit einer Bodenschicht gedeckt, damit das Gewölbe frostfrei, ruhig und frei von Zugluft ist und so die Tiere in einem winterschlafähnlichen Zustand überwintern können.

Auch das bereits bestehende Winterquartier am Cappeler Berg in einem ehemaligen Brauereikeller hat die Naturschutzbehörde mit der Montage von Hohlblocksteinen unter der Natursteindecke als zusätzliche Unterschlupf- und Versteckmöglichkeiten aufgewertet. Insgesamt gebe es in Marburg fünf bis sechs Überwinterungsmöglichkeiten für Fledermäuse, schätzte Simon.

von Sonja Lecher

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