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Finanzen bleiben weiter angespannt

Universität Finanzen bleiben weiter angespannt

An der Uni muss weiter gespart werden: Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne will unter anderem anordnen, dass an den Fachbereichen für 2015 im Personaletat eine Million Euro eingespart wird.

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Uni-Präsidentin Katharina Krause (rechts hinten) erläuterte im Uni-Senat die Eckdaten für den Uni-Haushalt 2015.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Eckpunkte für den Haushalt der Philipps-Universität im kommenden Jahr stellten der Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne und die Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause am Mittwoch im Senat vor. Der Kernpunkt: Der Kanzler rechnet zunächst mit einem Defizit von drei Millionen Euro, hofft aber, dass dieses noch durch zusätzliche Mittel aus dem Hochschulpakt 2020 gedeckt werden kann. „Die Lage ist moderat angespannt. Wir geben mehr Geld aus, als wir einnehmen“, sagte Krause.

Zunächst aber gab Nonne im Senat eine positive Nachricht weiter: Das kumulierte zentrale Defizit der Uni – also die insgesamt angehäufte Schuldenlast – wird am Jahresende 2014 voraussichtlich auf rund 3,6 Millionen Euro reduziert. Im Vorjahr hatte es noch 6,4 Millionen Euro betragen. „Diese positive Entwicklung war nur aufgrund außerordentlicher Sparmaßnahmen und einiger Sondereffekte möglich“ betonte der Kanzler.

Einsparungen reichen nicht aus

Für das kommende Jahr haben sich laut Nonne die finanziellen Randbedingungen jedoch in mehreren Punkten deutlich verschlechtert. Zwar gibt es acht Millionen Euro mehr vom Land Hessen im Gesamtetat der Uni , der jetzt 215 Millionen Euro für laufende Ausgaben vorsieht. Doch ein Teil dieser Finanzierung ist zweckgebunden. Rechnet man diese Einnahmen wie Sonder- und Mehrzuweisungen für UKGM-Rückkehrer, die Bauautonomie und Forschungsförderung für die Partikeltherapie gegen andere Faktoren wie die in 2014 noch zur Verfügung stehend Reste aus Hochschulpakt-Mitteln auf, so steht 2015 kaum mehr zur Verfügung als 2014.

Demgegenüber steht laut Nonne im neuen Jahr ein voraussichtlicher finanzieller Mehrbedarf von insgesamt 6 bis 7 Millionen Euro – beispielsweise für Tarifsteigerungen (3,6 Millionen Euro), Bauunterhaltung 1,4 Millionen Euro) sowie zusätzliches Personal für neue Gebäude sowie Planungs- und Liegenschaftsmanagement im Dezernat Gebäudemanagement und Technik (1,8 Millionen Euro). Dieser Fehlbetrag könne nicht in voller Höhe durch Einsparungen gedeckt werden, sind sich Nonne und Krause einig. Das Präsidium möchte die zusätzliche Belastung für die Fachbereiche möglichst niedrig halten.

So sollen die Etats der Fachbereiche nur um insgesamt eine Million Euro reduziert werden. Das bedeute pro Fachbereich eine Reduzierung um 0,9 Prozent. Weitere Einsparungen von 600 000 Euro bei zentralen Finanzstellen sollen hinzukommen. Aus der Rücklage des Hochschulpakts 2020 wird zudem eine Million Euro entnommen. Auch wird die Tilgung des 2012 durch Tarifregelungen entstandenen Zusatz-Defizits 2015 ausgesetzt, was noch einmal eine Million ausmacht. Über den detaillierten Haushaltsentwurf soll in der Dezember-Sitzung debattiert werden.

von Manfred Hitzeroth

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