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Vogel-Schutz Feuerwerk verschoben

Die Unternehmerfamilie Pohl will nach dem Erfolg im vergangenen Jahr erneut ein Lichtspektakel veranstalten. Allerdings gab es für den Wunschtermin im Juni naturschutzrechtliche Bedenken. Die DVAG machte freiwillig einen Rückzieher.

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Mehr als 20 Minuten dauerte das Höhenfeuerwerk bei den „1. Marburger Himmelsleuchten“. Eine Neuauflage wird nicht wie geplant im Juni, sondern im September sein. Archivfoto: Florian Gaertner

Marburg. Nachdem die Premiere der „Marburger Himmelsleuchten“ im vergangenen Jahr aus Sicht der Veranstalter, der Marburger Unternehmerfamilie Pohl (Deutsche Vermögensberatung) und vieler Gäste ein Erfolg war, sollte es in diesem Jahr eine Neuauflage geben. Da am 21. Juni 2013 Wetter, Atmosphäre und Andrang stimmten, war auch in diesem Jahr der 21. Juni für ein Höhenfeuerwerk im Nordviertel vorgemerkt.

Doch wer sich das Datum schon in den Kalender notiert hat, kann es durchstreichen. Es sei auf jeden Fall geplant, aber nicht mehr im Juni, sondern am 7. September, erklärte Michael Hamann, Geschäftsführer von Vila Vita.

Die Naturschutzbehörde der Stadt Marburg habe ihm erklärt, dass das Feuerwerk brütende Vögel stören würde. Da ihm signalisiert worden sei, dass eine Veranstaltung im Juni wohl nicht auf Zustimmung stoßen werde, habe man einen neuen Termin ins Auge gefasst. Das Argument Brutzeit könne er akzeptieren, so Hamann. „Wir sehen das ein.“ Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) erklärte, das Unternehmen habe bisher keinen offiziellen Antrag für ein Feuerwerk gestellt. Bei einem Vorgespräch über die Möglichkeit einer Veranstaltung sei Hamann aber erklärt worden, dass man die Brutzeit berücksichtigen sollte. „Ein Termin Anfang oder Mitte Juni ist ungünstiger als im Juli“, so Kahle. Im Juli gibt es beim Stadtfest „Drei Tage Marburg“ am Schloss jährlich ein großes Feuerwerk. Dort gäbe es keine besonders geschützten Vogelarten, die in dieser Zeit brüten, so Kahle. Er ergänzt aber, dass man auf für den Juni eine Lösung gefunden hätte und sicher noch eine finden werde. „Das Störungs-Gewitter ist ja sehr kurz“, erklärte er. Für den 7. September liegen Kahle noch keine Anträge vor, er könne sich aber vorstellen, dass dieses Datum sinnvoll sei.

Auf Anfrage der OP erklärte Edith Pfingst von der Pressestelle der Stadt, dass im vergangen Jahr 15 Feuerwerke in Marburg genehmigt worden waren. In den Jahren zuvor waren es 17 und 16 genehmigte Feuerwerke. Anfragen gäbe es jedoch weit mehr: 40 bis 50 Privatpersonen erkundigen sich im Schnitt pro Jahr nach den Vorgaben für ein Feuerwerk. Grundsätzlich müsse dies ein Pyrotechniker beantragen.

Bei der Premiere der „Himmelsleuchten“ im Juni hielten sich 4000 bis 5000 Menschen am DVAG-Areal auf. Das Feuerwerk ging um 22.45 Uhr los und dauerte zirka 20 Minuten. Das Lichtspektakel der Pyrrotechniker wurde von klassischer Musik begleitet.

Der Vorteil im September wäre, dass man schon eher beginnen könne, weil es dann früher dunkel ist, so Hamann.

von Anna Ntemiris

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