Marburg. Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) erklärte, er sei dem Wunsch Fischers auf eine Versetzung nachgekommen. Da nun zum Jahresanfang eine Stelle im Fachdienst Rechtsservice frei werde, weil dort ein Mitarbeiter in den Ruhestand geht, könne Fischer bereits zum 1. November vom Brandschutzamt zum Rechtsamt wechseln.
Fischer erklärte, dass er schon länger eine berufliche Veränderung geplant habe. Er habe sich dazu entschlossen, um mehr Zeit für seine „Familie, Gesundheit und etwas mehr Ruhe“ zu haben, teilte Fischer mit. Vaupel sagte, dass er vor einer Woche von diesen Wünschen erfahren habe. „Man sollte diesen Wunsch respektieren und nichts zusammenreimen“, so Vaupel.
Allerdings gibt es auch Hinweise auf Konflikte. So herrschten bei einem Teil der ehrenamtlichen Feuerwehrleute Vorbehalte gegen Fischer. Kritik gab es offenbar auch daran, wie er mit dem Verlust von Aufgaben der Marburger Feuerwehr an das Gefahrenabwehrzentrum des Kreises umging. Zudem gab es Beschwerden von Mitarbeitern, die sich durch Kontrollinstrumente überwacht gefühlt haben sollen. Unter Wehrführern und ehrenamtlichen Funktionsträgern herrschte am Donnerstag Schweigen. Keiner der Befragten wollte den überraschenden Weggang Fischers kommentieren: Man solle die Sache auf sich beruhen lassen und nicht mit Dreck werfen, hieß es.
von Anna Ntemiris
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