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Feuerwehr startet Imagekampagne

Moischt Feuerwehr startet Imagekampagne

„Stell dir vor es brennt und keiner kommt. Nicht wegsehen! Mitmachen!“ Unter diesem Motto ruft die Freiwillige Feuerwehr Moischt zu mehr Beteiligung im örtlichen Brandschutz auf.

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Engagement für den eigenen Stadtteil: Carmen Werner, Leiterin der Feuerwehr Marburg berichtete über Rechte und Pflichten der freiwilligen Feuerwehr.

Quelle: Ina Tannert

Moischt. Mit einer umfassenden Informations- und Werbeaktion versucht die Moischter Feuerwehr, Lücken in ihren Reihen zu füllen und die Bürger zu mehr Engagement zu bewegen. Eine Verstärkung der 22-köpfigen Einsatzabteilung ist auch dringend nötig.

Denn: Eine Sollstärke von 18 ist nach dem Bedarfs- und Entwicklungsplan für Moischt das absolute Minimum. „Wir bemühen uns um Aufstockung, bevor es zu spät ist, die Bevölkerung muss wachgerüttelt werden“, erklärte Wehrführer Marc Prause. In den nächsten Monaten sollen daher regelmäßige Aktionen rund um den Brandschutz stattfinden, Flyer und Plakate verteilt werden.

Aus gegebenem Anlass gab die Wehr am Mittwochabend den Bürgern einen ersten Überblick über den aktuellen Stand. Mit durchschnittlich etwas über 13 Einsätzen pro Jahr rückt die ehrenamtliche Truppe regelmäßig aus - „es ist nicht so, dass in Moischt nichts passiert, das muss jedem klar sein“, betonte Prause.

Sollte die erforderliche Mannschaftsstärke unter das vorgeschriebene Minimum rutschen, bleibt die Arbeit vor allem an den Nachbarwehren hängen. „Dann hätten wir keine autarke Situation, keine Eigenständigkeit mehr in Moischt“, stellte Carmen Werner, Leiterin der Feuerwehr Marburg klar. Um Teil der Einsatztruppe zu werden, seinen Beitrag zum örtlichen Brandschutz zu leisten, brauche es nicht allzu viel, hauptsächlich „gesundheitliche Fitness und die Bereitschaft für eine verantwortungsvolle Aufgabe“.

Pro Jahr sind lediglich 40 Stunden an Ausbildungsdiensten verpflichtend. Dafür schafft die Stadt Vergünstigungen und Anreize, etwa eine kostenlose Führerscheinausbildung für Maschinisten, freien Eintritt in die Marburger Schwimmbäder und die Kletterhalle. Kosten für Schutzimpfungen und Gesundheitsvorsorge werden ebenfalls übernommen. Die Basisausbildung dauert ein bis zwei Jahre, umfasst 150 Stunden Grundlagenausbildung. „Jeder steht mit in der Verantwortung für die Sicherheit der Familie, Freunde und Nachbarn zu sorgen“, betonte Prause.

Mehrere Anwesende befürworteten eine „verstärkte Solidarität für die Einsatzkräfte“ sowie eine stärkere Kooperation zwischen Feuerwehr und Schulen, nicht zuletzt um eine lebendige Integration zu fördern. „Es wäre ein großer Verdienst, wenn Schüler aller Schulformen über die Feuerwehr in Kontakt kämen“, sagte Ortsbeiratsmitglied Gerhard Wacker.

Interesse unter den Bewohnern fand die Auftaktveranstaltung scheinbar nur wenig, neben den Mitgliedern der Wehr nahmen nur rund 20 Einwohner an dem Infoabend teil.

Die Wehr genieße zwar eine hohe Anerkennung im Ort, „wird aber trotzdem nicht von denen gewürdigt, die von ihr profitieren“, kritisierte Zuhörer Jürgen Bandte das mangelnde Interesse.

„Werbung kann man nur über persönliche Kontakte, mit persönlicher Ansprache machen“, rief Werner die Bewohner zu einem höheren Engagement und Einzelwerbung im eigenen Umfeld auf.

Jeden Montag um 19.30 Uhr trifft sich die Einsatzabteilung zum Ausbildungsdienst, die Jugendabteilung jeden Mittwoch um 17.30 Uhr im Feuerwehrhaus. Die Wehr lädt jeden interessierten Bürger zu einem Besuch ein.

von Ina Tannert

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