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Festival-Köche stillen Hamburger-Hunger

Schlangestehen vorm Schlemmen: Tausende Gäste haben am Samstag und Sonntag das Streetfood-Festival in Marburg besucht. Besonders beliebt waren exklusive Burger - schnell gings hingegen an Veganer-Ständen.
Auf offener Flamme gegrillt? Am Stand von „Surf and turf Burger“ standen Besucher lange an. Insgesamt kamen mehrere Tausend zum Streetfood-Festival. Foto: Björn Wisker / Rike Werner

Auf offener Flamme gegrillt? Am Stand von „Surf and turf Burger“ standen Besucher lange an. Insgesamt kamen mehrere Tausend zum Streetfood-Festival. Foto: Björn Wisker / Rike Werner

Marburg. Dutzende Essens-Trucks und Zelte, Tausende hungriger Mägen und Parkplatzmangel: Der Messeplatz wandelte sich zum Zentrum ausgefallener, vor allem aber vieler Speisen. Ob „Devils Lax“, Pull­ed Pork“ oder „Smoked Deer“: Die längsten Schlangen bildeten sich stets an den Foodtrucks, die ausgefallene Hamburger anboten.

 

Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der internationalen kulinarischen Vielfalt. Festivalbesucher konnten sich quasi auf eine kulinarische Reise rund um den Globus begeben. So bot beispielsweise Selamawit Woldai an ihrem Stand „Culteria eritrean soul and food“ Fladenbrot aus Eritrea an. „Wir wollen Streetfood ein bisschen bekannter machen“, sagte Woldai. „Es geht auch um den Kulturaustausch und darum, das Essen unter die Leute zu bringen“, erklärte sie.

Das Festival sorge auch dafür, dass nichteuropäische Speisen probiert und darüber gelernt werde, schließlich gab es unter anderen Speisen aus Kolumbien, Japan, Korea, Spanien und Brasilien. Die Besucher genossen es sichtbar, zwischen den Anbietern zu schlendern und die verschiedenen Speisen zu probieren. „Ich find’s cool, wie abwechslungsreich das Angebot ist. Es war auch alles sehr lecker“, sagte Vanessa Hainer. Sie freute sich vor allem über den Smoker-Grill, einen holz- oder kohlebefeuerter Ofen, in dem Speisen im heißen Rauch geräuchert werden. „Es ist gut, dass hier Tische sind, sodass man sich auch hinsetzen kann. Vor allem wenn man viele Speisen hat, ist das schon praktisch, äußerte sich Viktoria Becker und fügte hinzu: „Das frittierte Eis ist so cool. Nur blöd, dass ich schon so satt bin.“ Elena König war bezogen auf das frittierte Eis – eine Kugel Vanille, paniert mit Cornflakes, umhüllt von einem Teigmantel– skeptischer: „Ist gewöhnungsbedürftig, irgendwie geschmacksneutral, um es positiv auszudrücken“, stellte die 17-Jährige fest.

Viel los war auch bei „hello mellow“, wo sich das gesamte Angebot um Marshmallows drehte. Robert Ackermann verkaufte dort von Smores über Marshmallow-Eis bis hin zu Milchshakes, alle möglichen Marshmallow-Variationen.

Die Anbieter zeigten sich, trotz des durchwachsenen Wetters am Samstag, zufrieden. „Obwohl es regnete, waren auch dann einige Leute unterwegs. Ich bin zufrieden“, sagte Grolz Dennis von „Fudgeme“. Sie verkaufte Fudges, Karamellkreationen in den verschiedensten Geschmacksrichtungen, aus England. „Wir haben einiges verkauft. Es ist alles super organisiert, auch wenn nicht ganz so viele Leute kommen wie an anderen Stops“, meinte Angie Gomes vom Stand „Frittiertes Eis“.

von Björn Wisker und Rike Werner


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