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Fernbus-Stopp auf Zollamt-Vorplatz

Plan Fernbus-Stopp auf Zollamt-Vorplatz

Die Debatte um den Fernbus-Bahnhof am Krummbogen geht weiter. Die FDP fordert in den Parlaments-Ausschüssen eine Verlegung der Station in den Bereich des Zollamts sowie eine Infrastruktur-Verbesserung.

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Mindestforderung der FDP: Den Fernbus-Bahnhof am Krummbogen umgestalten.

Quelle: Ruth Korte

Marburg. Der Zollabfertigungsplatz unter der Stadtautobahn-Brücke sei „wenig ausgelastet“, heißt es von den Liberalen. An diese Stelle könne ein besserer Haltepunkt für die Fernbusse entstehen. Neben ausreichenden Sitzmöglichkeiten müsse auch eine helle Beleuchtung und genügend Mülleimer mit integrierten Aschenbechern errichtet werden - Pfandsammelringe sollen zudem Flaschen- und Dosenmüll verhindern. Die „baulichen und verkehrlichen Voraussetzungen wurden an diesem ehemaligen Stadtbushalt bereits geschaffen, ermöglichen einen barrierefreien Zugang“, sagt Hanke Friedrich Bokelmann, FDP-Stadtverordneter.

Im Zuge des Bahnhofs-Vorplatz-Umbaus sei für die Reisemöglichkeit via Fernbus „nur wenig getan“ worden. Die Situation, der Ersteindruck sei „beschämend und nicht befriedigend“.

So lange ein Umbau in dem Bereich noch nicht umgesetzt werde, sei eine Umgestaltung des aktuellen Standorts am Krummbogen „unausweichlich“: Bänke, Beleuchtung, heller Brückenanstrich. Zudem müsse ein Zebrastreifen eingezeichnet werden, damit Reisegäste sich gefahrlos an der gegenüberliegenden Tankstelle versorgen könnten. Noch besser als eine Verlegung sei es, angesichts der wachsenden Nutzungszahlen bei den in Marburg haltenden Fernbus-Unternehmen, sowohl den Zollamts-Vorplatz als auch den Krummbogen als Ein- und Ausstiegspunkt zu nutzen.

Zustimmung gibt es von dem SPD-Stadtverordneten und Verkehrsexperten Dominic Dehmel: „Eine Verlegung würde ich gut finden, wenn dort die Sicherheit etwa beim Gepäckeinladen gegeben ist“, sagt er. Zusätzliche Sitzgelegenheiten seien „definitiv zu befürworten. Überlegenswert wären auch eine Bushalle und Toiletten“, sagt Dehmel. Finanziert werden könne die Aufwertung mit einer Beteiligung der Marburg anfahrenden Unternehmen.

Ziele: Hamburg, Berlin oder Freiburg

Zwölfmal täglich halten verschiedene Fernbusse am Krummbogen, um Fahrgäste nach Berlin, Hamburg oder Freiburg mitzunehmen oder sie in der Stadt abzusetzen.

Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) hatte kürzlich angekündigt, sich etwaiger Mängel an der Bus-Station anzunehmen - allerdings erst, wenn die Fernbusunternehmen aktiv werden, da es deren Sache sei, wo sie halten wollen. „Sie müssen auf uns zukommen und uns erklären, wie sie die Probleme lösen wollen“, sagte er. Das sorgte etwa bei Meinfernbus FlixBus für Irritationen. „Wir können uns unsere Haltepunkte nicht frei wählen, sondern bekommen sie von den Kommunen zugewiesen. Wir würden uns natürlich freuen, wenn die Stadt als Betreiberin der Haltestelle hier in Zukunft einige Verbesserungen vornimmt“, hieß es von einer Unternehmenssprecherin auf OP-Anfrage.

Das Thema wird am Dienstag (ab 18 Uhr) im Verkehrsausschuss (Stadtverordnetensaal, Barfüßerstraße 50) debattiert.

von Björn Wisker

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