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Schulsanierung

Ferienzeit ist Handwerkerzeit

Schüler und Lehrer dürfen ausgiebig Pause machen. An den Schulen jedoch wird gearbeitet. Die Sommerferien nutzt der Landkreis als Schulträger für die großen Bauprojekte, die den Schulalltag zu sehr stören würden.
Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Marian Zachow (rechts) stellte gemeinsam mit dem kommissarischen Leiter  des Fachbereichs Schule und Gebäudemanagement, Klaus Herrmann, die Umbauarbeiten an den naturwissenschaftlichen Räumen der MPS Hartenrod vor.

Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Marian Zachow (rechts) stellte gemeinsam mit dem kommissarischen Leiter des Fachbereichs Schule und Gebäudemanagement, Klaus Herrmann, die Umbauarbeiten an den naturwissenschaftlichen Räumen der MPS Hartenrod vor.

© Carina Becker

Hartenrod. Die Mittelpunktschule (MPS) Hartenrod ist in diesem Sommer ein Beispiel von vielen. Sie gehört zu den Schulstandorten, an denen in den Sommerwochen eine ganze Menge passiert. Fachfirmen nehmen dort derzeit mehrere Räume förmlich auseinander, um sie neu aufzubauen. Für rund 190000 Euro bauen Handwerker einen Teil der naturwissenschaftlichen Räume um, Fachfirmen statten sie mit neuem Mobiliar aus - damit wird der Landkreis veränderten Sicherheitsansprüchen und auch neue Anforderungen an den Unterricht gerecht. Denn Frontalunterricht war einmal, wie der neue Chemie-Raum verdeutlicht. Dort entstehen vier Stationen zum selbstsständigen Arbeiten, Experimentieren und Lernen in der Gruppe.

An der MPS Hartenrod erläuterten der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Marian Zachow sowie Klaus Herrmann und Anika Lotter vom Fachbereich Schule und Gebäudemanagement des Kreises die Arbeiten an den 70 Schulstandorten. Von kleinen Malerarbeiten über die Sanierung von Toiletten oder neu zu verlegenden Datenkabeln bis hin zu großen Umbauten reicht die Auftragsliste. „Dabei haben wir nach Möglichkeit heimische Firmen beauftragt, um die Wirtschaft im Landkreis zu fördern“, sagte Zachow. Mehr als 3,2 Millionen Euro investiert der Kreis allein in den Sommerferien in seine Schulen - dazu kommen etwa 4,7 Millionen aus dem Programm zur energetischen Sanierung. Dieses Programm sieht für die kommenden Jahre eine Gesamtinvestition von 50 Millionen Euro an den heimischen Schulen vor. „Deshalb stecken wir jährlich bis zu zehn Millionen Euro in die Optimierung von Schulgebäuden bis hin zum Passiv-Haus-Standard - dadurch können wir den Energiebedarf an fast allen Schulen um zwei Drittel senken“, erklärte Zachow und sprach von jährlichen Einsparungen von zwei Millionen Euro bei den Energiekosten. „Dieses Geld können wir wiederum für die Optimierung der Gebäude nutzen.“

Wenn die Gebäude auf dem neuesten Stand sind, setzt der Landkreis so genannte Energie-Coaches ein. „Sie vermitteln Schülern und Lehrern, wie der Energieverbrauch Alltag beeinflusst werden kann.“

Zachow sprach auch über die Bedarfplanung der Kreisverwaltung. Bei jährlichen Gesamtinvestitionen in die Schulgebäude von rund 18 Millionen Euro verfahre der Schulträger nicht etwa nach dem Prinzip, „wer am lautesten Schreit“, sondern arbeite seine Prioritätenliste ab. Klaus Herrmann, derzeit kommissarischer Leiter des Fachbereichs Schule, verwies auf die Schulimmobilienstrategie, die der Landkreis schon vor einigen Jahren entwickelt hat. Faktoren vom Gebäudezustand, dem energetischen Einsparpotenzial bis hin zur prognostizierten Entwicklung der Schülerzahl fließen ein in die Beurteilung, ob und wann der Kreis investiert.

von Carina Becker


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