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Feiern wie bei Pippi Langstrumpf

Mittsommer-Fest Feiern wie bei Pippi Langstrumpf

Dass es im Heimatland von Astrid Lindgren und „ABBA“ noch mehr gibt außer Knäckebrot und die Schäreninseln, konnten die Marburger hautnah beim Binden von Blumenkränzen und süß-sauren Leckereien miterleben.

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Die mit Blumen umwickelte Mittsommerstange bildete den Mittelpunkt des Festes im Schlosspark.

Quelle: Arnd Hartmann

Marburg. „Regen gehört bei den Schweden erst richtig zu einem guten Mittsommerfest dazu“, berichtete Gründungsmitglied Brigitte Knobel vom Deutsch-Schwedischen Freundschaftsverein.

Doch der Wettergott war gnädig zu den vielen Besuchern des ganztägigen Mittsommerfestes im Rosengarten neben dem Landgrafenschloss. Wie in Schweden so der Brauch feierten Alt und Jung gemeinsam beim Tanz unter der Mittsommerstange sowie der beliebten Quizwanderung „Tipspromenad“. Ein Teil der frisch aus Schweden angereisten Vereinsmitglieder brachte zudem gleich echte Exportschlager als Gewinne für die späteren Rätselsieger mit.

Die kürzeste Nacht des Jahres, die Mittsommernacht, ist ganz traditionell in Schweden ein Anlass zum größten Fest direkt nach der Weihnachtszeit. Und da Astrid Lindgrens übernatürlich starke Romanfigur Pippi Langstrumpf in diesem Jahr bereits ihren 70. Geburtstag begeht, noch ein weiterer Grund, den Marburgern die Tradition aus dem hohen Norden näherzubringen.

Zum zweiten Mittsommerfest bei Tanz, Quizspaziergang und Blumenkranzbinden lud der Deutsch-Schwedische Freundschaftsverein die Marburger auf das Schlossgelaende

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„Uns ist daran gelegen, dass wir auch den Kindern diese Kultur vermitteln möchten“, erzählte Vereinsmitglied Hilde Rektorschek. Die Nachfrage der Marburger nach schwedischer Tradition „ist sehr groß“, berichtete der Vereinsvorsitzende Lothar Hofmann, der in diesem Jahr die zahlreichen Gäste mit Heringsbrötchen und Erdbeeren mit Schlagsahne verköstigte.

Verschiedene Mitmachaktionen boten am späteren Nachmittag nach dem Aufstellen der Mittsommerstange besonders Familien und Kindern ein buntes Programm. Neben dem Wikinger-Schach „Kubb“ konnten die Besucher beim traditionellen Binden der Blumenkränze ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Der skandinavische Bücherflohmarkt kam bei den Erwachsenen besonders gut an, darunter fanden sich auch echte Erfolgsautoren wie Henning Mankell. „Ich bin wegen meiner Ursprungsliebe für Schweden hierher zum Fest gekommen“, erzählte die Marburgerin Petra Fibiger, die mit ihrem Sohn fleißig Rätselfragen löste. Für die Vereinsmitglieder gab es am Ende noch ein Überraschungspaket vom Sohn eines befreundeten schwedischen Ehepaares, der bei seinem Deutschlandbesuch natürlich Kräuterschnaps und Knäckebrot an den Freundeskreis überreichte.

von Arnd Hartmann

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