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Feiern unter 13 Tonnen Schnee

Silvester Feiern unter 13 Tonnen Schnee

Da staunen die Marburger nicht schlecht: In einem Hinterhof in der Stadtwaldstraße steht ein riesiges Iglu. Und das war Schauplatz einer ganz besonderen Silvesterparty.

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Max Bostroem muss sich ganz schön strecken, um an die Decke des Iglus zu kommen. Seine Freunde halfen dem 17-Jährigen beim Bau – und feierten dafür dann an einem der ungewöhnlichste Orte im ganzen Landkreis Silvester.

Quelle: Fotos: Nadine Weigel

Marburg . Andere Jugendliche seines Alters haben nur Playstation und Partys im Kopf. Nun ja, letzteres war ehrlicherweise gesagt auch für Max der Grund, ein 13 Tonnen schweres Iglu zu bauen. „Ich wollte für meine Silvesterparty eigentlich einen Raum mieten, der war aber schon belegt. Da hat meine Mutter dann vorgeschlagen, dass wir stattdessen ein Iglu bauen – also haben wir das gemacht“, erklärt der 17-Jährige und lacht.

„Das ist so stabil wie eine Kathedrale“, erklärt Max´ Vater, Andreas Bostroem. Der Abenteuerpädagoge muss es wissen, er baute schon oft die eisigen Rundbauten der Inuit professionell nach. „Einfach so drauflosbauen funktioniert nicht“, weiß Max´ Freund Kai Kortus, der die mathematische Präzision beim Iglubau kennt.

Iglu in der Abenddämmerung. Foto: Nadine Weigel (nw).

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„Als erstes schlägt man einen Nagel in den Schnee, dann bindet man eine Schnur dran, an deren Ende eine Säge befestigt ist - so bestimmt man den Kugelradius und hat von jeder Stelle der Wand den gleichen Abstand zum Mittelpunkt“, erklärt der 18-Jährige.

Aus statischen Gründen ist diese mathematische Halbkugel sehr wichtig, weil so die Gewölbeform am stabilsten ist und den größten Druck aushalten kann. Und das muss das Iglu, denn es hat ein Gewicht von gut 13 Tonnen.

 

Pünktlich zu Silvester erstrahlt das Iglu im vollen Glanz. Eine Leuchtkette sorgt für Fetenflair. Max karrt noch eine ordentliche Musikanlage an die Theke aus Eis, dann kann die Silvesterparty im Iglu losgehen. Ganz sicher einer der ungewöhnlichsten Orte im Landkreis, um in das neue Jahr hineinzufeiern.

von Nadine Weigel

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