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Feen, Einhörner und Uhren im Angebot

Spielzeugbörse Feen, Einhörner und Uhren im Angebot

Am Sonntag fand in der Sporthalle der Kaufmännischen Schulen in Marburg die 34. Spielzeugbörse statt.

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Blick von der Tribüne der Sporthalle auf die Stände der Spielzeugbörse.

Quelle: Kristina Lieschke

Marburg. Ungefähr um 12 Uhr mittags ist die Sporthalle rappelvoll. Trotzdem berichten Eltern, kleine Verkäufer und Organisatoren übereinstimmend, dass der Hauptandrang bereits vorbei sei. Besonders viele Kinder beißen dabei genüsslich in Waffel, Würstchen oder Pommes, gönnen sich also schon einmal eine kleine Essenspause. Ein Großteil der„Geschäfte“ scheint tatsächlich gemacht zu sein.

„Gleich am Anfang haben wir ein großes Playmobil-Haus verkauft, das in mehreren riesigen Tüten verpackt war“, erzählt ein neun- oder zehnjähriger Junge strahlend.

Überhaupt sei es früh zwischen neun und zehn Uhr, als die Verkäufer noch unter sich waren, am schönsten gewesen, fügt er hinzu. Denn da konnte­ man selbst auch mal hin und her gehen und sich bei den anderen umschauen. Er selbst hat sich bei dieser Gelegenheit einige Bücher zugelegt.

Andere Eltern berichten, dass ihre Kinder um diese Zeit bereits das noch nicht verdiente Geld für ihre eigenen zum Verkauf angebotenen Spielsachen ausgegeben hätten. In der Stunde nach der offiziellen Eröffnung der Spielzeugbörse um 10 Uhr habe sich das aber wieder ausgeglichen. Aber auch um 12 Uhr sind noch jede Menge Teddys und andere Plüschtiere, ­Bücher, Videos, Ritter, Elfen, Feen, Einhörner, Ponys mit oder ohne wehender Mähne und Kämm- Utensilien, Schlittschuhe, ­Pu-der-Bär-Rucksäcke, Fußball-Sammelkärtchen und sogar Wecker oder Wanduhren zu haben. Ein größerer Junge läuft eilig mit seinem neuen Wassergewehr durch die Halle, während einige begleitende Großmütter stricken oder lesen. Jeder hat etwas zu tun, und besonders Lego-Spielzeug entfacht noch immer viele intensive Verkaufsgespräche.

Die Fahrrad-Ecke wardeutlich vergrößert

Umgezogen in die Sporthalle­ in der Nähe des Georg-Gaßmann-Stadions ist die Spielzeugbörse bereits im Jahr 2000, weil die traditionell genutzte­ Stadthalle für den Besucheransturm auf die Veranstaltung zu klein wurde. Das traditionelle System der über Tischkarten reservierten Plätze für die Verkäufer wurde dabei übernommen und ist bis heute erhalten geblieben. Neuerdings ist dafür aber eine Onlinereservierung möglich, erzählt Organisatorin Lena Rau, Mitarbeiterin der Jugendförderung Marburg. Wie damals werden die Karten dann im Haus der Jugend in der Frankfurter Straße abgeholt und bezahlt. Neu ist in diesem Jahr auch eine deutliche Vergrößerung der Fahrrad-Ecke, so Rau. Die Tische sind mit Klebestreifen unterteilt und nummeriert: pro Nutzer ein Meter Platz und eine laufende Nummer. Genau 368 Tischkarten gab es dieses Jahr laut Auskunft von Rau, die gemeinsam mit jeweils sechs Helfern die gesamte Veranstaltung vom Aufbau am Samstag an bis zum Ende am Sonntagabend betreut.

von Kristina Lieschke

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