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Favorit Roger Pfalz ist aus dem Rennen

CDU auf OB-Kandidatensuche Favorit Roger Pfalz ist aus dem Rennen

Die Absage von Haushalts- und Finanzexperte Roger Pfalz für die Oberbürgermeisterkandidatur bringt die Marburger CDU in eine schwierige Situation.

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Roger Pfalz will in Marburg nicht als OB-Kandidat für die CDU antreten.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Pfalz bestätigte der OP, dass er nicht antreten werde. Er führt vor allem familiäre Gründe für seine Entscheidung an, nicht als CDU-Kandidat für die OB-Wahl einzutreten. Die sechsköpfige Findungskommission der CDU, die am Samstag zum ersten Mal getagt hat, soll einem Parteitag im Januar einen Kandidaten vorschlagen, wen die Partei ins Rennen um die Nachfolge von Egon Vaupel (SPD) schickt. Die Sozialdemokraten haben den früheren Fraktionsvorsitzenden Matthias Acker als Kandidaten vorgeschlagen, ein Parteitag am 9. Dezember soll ihn nominieren. Die anderen Parteien überlegen noch.

Offenbar hat die sechsköpfige Findungskommission allen Beteiligen Stillschweigen verordnet. Zumindest wollen sich am Montag weder Mathias Range noch Wieland Stötzel, Anne Oppermann und Joachim Brunnet zu ihren persönlichen Plänen äußern. Nach OP-Informationen sind aber alle vier gefragt worden, ob sie für eine Kandidatur zur Verfügung stünden. Man werde eine „gute Entscheidung“ treffen, sagte Range, der auch Vorsitzender der Findungskommission ist.

Absage von Pfalz stellt CDU vor Probleme

Inzwischen ist fraglich, ob dies in der kommenden Woche schon der Fall ist. Die Absage von Roger Pfalz bringt die Marburger CDU in eine schwierige Situation. Der Finanzexperte aus Wehrda galt vielen als aussichtsreichster Kandidat im CDU-Rennen um den christdemokratischen OB-Bewerber.

Mit langjähriger kommunalpolitischer Erfahrung und einer hohen rhetorischen Begabung ausgestattet, hatten ihm auch politische Konkurrenten eine echte Chance gegen den designierten SPD-Kandidaten Matthias Acker und eine strukturelle linke Wählermehrheit in Marburg vorhergesagt.

Die nächste Sitzung der CDU-Findungskommission findet kommenden Montag statt. Beobachter glauben nun, dass die Chancen für einen Bewerber aus Marburg steigen, der sich bislang noch nicht an vorderster Front im politischen Raum profiliert hat und gleichwohl über eine gewisse Popularität verfügt. Die CDU hatte angekündigt, spätestens Anfang nächsten Jahres auf einem Parteitag wählen zu lassen.

von Till Conrad

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