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Fassade der Bibliothek wird sichtbarer

Monatsbild: Mai Fassade der Bibliothek wird sichtbarer

Die Fortschritte auf der Campus-Baustelle sind unübersehbar: Bei Sonnenschein und strahlend blauem Himmel wird mit Hochdruck weiter­gearbeitet.

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Die Campus-Baustelle Anfang Mai: Auf den Fassaden-Gerüsten wird derzeit gearbeitet. Die Farbe des Bibliotheks-­Neubaus wird wischen Beige- und Rottönen abwechseln.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Es ist derzeit Marburgs größte Baustelle. Und dort passiert einiges. Die neue Marburger Universitätsbibliothek nimmt zusehends Gestalt an: Aus dem Rohbau wird langsam ein Gebäude mit einer erkennbaren Fassade. Dies gilt derzeit vor allem für den Gebäudeteil am Pilgrimstein.

Dort wurden in den letzten Wochen bereits die ersten Fassadenplatten montiert, erläutert Ellen Thun von der Uni-Pressestelle. „Sobald alle Elemente befestigt sind, werden wir in diesem Bereich die Gerüste abbauen“, erläutert Joachim Haak, zuständiger Bauprojektmanager der Philipps-Universität. „Dies gibt uns die Möglichkeit, in diesem Bereich mit den ersten Vorarbeiten für die Gestaltung der Freiflächen zu beginnen.“

Im Zuge dessen soll die Bodenoberfläche dem zukünftigen Niveau angepasst werden. Um die spätere Anlage von Wegen und Plätzen vorzubereiten, erhält der Boden einen tragfähigen konstruktiven Unterbau. Für die Modellierung des Geländes wird auf dem Areal rund um das Gebäude Erde bewegt werden.

Großprojekt liegt im Zeitrahmen

An den meisten Gebäudeteilen bleiben die Gerüste noch stehen, da hier weiterhin Fassadenarbeiten laufen. Ein Großteil der Fensterrahmen ist inzwischen eingebaut, die Fassaden-Unterkonstruktion ist nach Darstellung der Bauverantwortlichen im Wesentlichen befestigt. Nun können abschnittsweise an den verbleibenden Gebäudeteilen die Fassadenplatten angebracht werden. Die farblich wechselnden Fassadenelemente nehmen die Farbtöne der angrenzenden Gründerzeitbauten (Beige) sowie der Elisabethkirche (Backsteinrot) auf. Um das Fassadenbild nicht zu stören, werden die Fassadenelemente mit nicht sichtbaren Halterungen an der Konstruktion befestigt.

Darauf hatten auch die Mitglieder des städtischen Denkmalbeirates und des Gestaltungsbeirates im Laufe des ­Planungsprozesses gedrängt.

Nach wie vor liegt das Großprojekt im vorgesehenen Zeitplan. Das bedeutet, dass die Fertigstellung der neuen Uni-Bibliothek für Mitte 2017 vorgesehen ist.

Die neue Bibliothek entsteht als Herzstück des geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen „Campus Firmanei“ am Fuße der Marburger Oberstadt, zwischen Elisabethkirche und Altem Botanischen Garten. Auf rund 18000 Quadratmeter Fläche sollen circa 2,5 Millionen Bände Platz finden.

Im Vergleich zur bestehenden Uni-Bibliothek soll den Nutzern dann ein wesentlich größerer Freihandbestand als bislang zur Verfügung stehen. Die Zusammenlegung von bislang dezentralen Buch-Beständen soll längere Öffnungszeiten ermöglichen und interdisziplinäres Arbeiten fördern.

Die Baukosten von rund 108 Millionen Euro werden durch das Heureka-Programm der hessischen Landesregierung getragen. Das Gebäude wurde von dem Darmstädter Architekturbüro Sinning geplant, das 2009 den städtebaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerb gewonnen hat. Die Fertigstellung ist für Mitte 2017 vorgesehen.

von Manfred Hitzeroth

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