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Farbenfroh, vielfältig und erlesen

Pflanzenmarkt Farbenfroh, vielfältig und erlesen

Alles blühte - die Besucher des Herbstmarktes im Neuen Botanischen Garten bestaunten eine große Vielfalt. Die Veranstalter legten großen Wert auf Rarität, Authentizität und Umweltfreundlichkeit.

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Thomas Södler (links) und Konstantin März freuen sich über die Beliebtheit der Anis-Ysop bei den Bienen.Foto: Rike Werner

Marburg. Bei hochsommerlichen Temperaturen zog es am Wochenende viele Besucher zum Pflanzenmarkt in den Botanischen Garten auf den Lahnbergen. Mehr als 70 Anbieter präsentierten dort ein breites Spektrum von Blüten- und Nutzpflanzen, Setzlingen, Stauden und Gehölzen über Raritäten bis hin zu Ausstattung und Dekoration für Garten, Balkon und Terrasse. Für die Verpflegung der Besucher war ebenfalls gesorgt: Die verschiedenen Verköstigungsstände inmitten des farbenfrohen Pflanzen-Angebots luden zu einem längerem Verbleib ein.

Der Schwerpunkt aber, lag auf der Pflanze. „Das ist das Schöne an dem Markt“, befand der Gärtnermeister und Pflanzensoziologe Karl-Heinz Härtl, dem dieses Thema, als produzierender Gärtner, sehr wichtig war.Er lobte in erster Linie das Engagement von Thomas Södler vom Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen, der den Markt auf den Lahnbergen organisierte. Södler, selbst Profigärtner, legte Wert darauf, den Besuchern eine Abwechslung zum typischen Gartencenter zu bieten. „Wir produzieren nicht zum Wegwerfen, die Pflanzen sollen für Nachhaltigkeit stehen“, betonte er und erklärte: „Die Menschen, die hier ausstellen, wissen alles von dem, was sie tun, und können dieses Wissen den Besuchern vermitteln.“ Die Kunden sammelten sich vor den Ständen, suchten das Gespräch mit den Anbietern: „Wie viel Wasser braucht die Pflanze?“, „Kann ich das auch im Zimmer hinstellen?“

Die Aussteller freuten sich, nahmen sich für jeden Kunden Zeit und wussten auch Rat. So wie beispielsweise Konstantin März, der historische und mittelalterliche Heilkräuter wie Winterbohnen, Bergkümmel und Eberraute anbot.

März fand großen Gefallen an dem Ort des Marktes: „Als Gärtner hat man hier einen Bezug zu den Pflanzen und unterstützt den Botanischen Garten“, sagte er. Stolz präsentierten er und Södler Anis-Ysop, die „Bienenpflanze Nummer 1“, auf der sich die Bienen sammelten.

Große Vielfalt konnten die Besucher derweil bei der Gärtnerei „EPRIC“ entdecken. Im Betrieb bietet die Stiftung mehr als 30000 verschiedene Arten und Sorten von Pflanzen an, da ist für jeden Gartenliebhaber etwas dabei. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter stecken viel Herzblut in die „EPRIC-Stiftung“. 360 Tage im Jahr arbeiten Menno van der Hoff und Frank Süpplie vom Vorstand ehrenamtlich für die Gärtnerei, parallel zur „richtigen Arbeit“.

Am 27. und 28. Mai 2017 wird der etwas größere Frühlingsmarkt stattfinden, zu dem rund 100 Anbieter ihren Weg in den Neuen Botanischen Garten finden werden.

von Rike Werner

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