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Familiendrama in Cappel endet tödlich

51-Jährige von Schwiergersohn erstochen Familiendrama in Cappel endet tödlich

Erneut hat es in Marburg einen Streit mit tödlichem Ausgang gegeben: Eine 51-Jährige erlag den Verletzungen, die ihr 23-jähriger Schwiegersohn ihr zugefügt haben soll.

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Ein Polizeiauto steht vor dem Mehrparteienhaus in der Moischter Straße in Cappel, in dem eine Frau getötet wurde.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Am Freitag um 14.08 Uhr teilten die Marburger Staatsanwaltschaft und die Polizei-Pressestelle in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit, dass eine 51-Jährige nach einer Auseinandersetzung im familiären Bereich „durch den Einsatz eines Messers“ tödliche Verletzungen erlitten habe. Der mutmaßliche Täter sei ein 23-jähriger Mann, hieß es weiter in der Mitteilung.

Die Tat hatte sich gegen 12.40 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in der Moischter Straße in Cappel abgespielt, erläuterte Polizei-Pressesprecher Jürgen Schlick der OP am Freitag auf Anfrage. Die Tote sei die Schwiegermutter des mutmaßlichen Täters, teilte Schlick mit. Bei dem blutigen Familienstreit seien zudem zwei weitere Personen aus dem familiären Umfeld des Täters verletzt worden: die Ehefrau des mutmaßlichen Täters sowie sein 20-jähriger Schwager.

Beide seien jedoch nicht lebensgefährlich verletzt, teilte die Staatsanwaltschaft am Abend mit. Nachbarn hatten kurz nach der Tat die Polizei alarmiert. Der mutmaßliche Täter stellte sich daraufhin den Behörden. Am Freitagnachmittag wurde der 23-Jährige von der Polizei vernommen und dem zuständigen Haftrichter vorgeführt. Die Spurensicherung nahm am Tatort ihre Arbeit auf.







 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Nachbarschaft unter Schock

Die Nachbarschaft in Cappel steht unter Schock. „Schrecklich, was hier passiert ist, es ist eigentlich so ruhig und friedlich hier“, kommentierte ein Nachbar das Geschehen.
Nachbarn sind entsetzt

Der Nachbar hatte Nachtschicht gehabt und war mittags von lautem Sirenengeheul geweckt worden, als immer mehr Rettungskräfte und Polizei zum Tatort eilten. „Als ich dann einen Seelsorger gesehen habe, dachte ich mir schon, dass etwas wirklich Schlimmes passiert sein muss“, sagte der Mann im Gespräch mit der OP. Immer wieder kommen am Nachmittag Passanten aufgeschreckt zu dem hübschen Mehrfamilienhaus und zeigen sich entsetzt über das Geschehene.  

Zu einem Motiv oder näheren Hintergründen zur Tat konnte sich Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag noch nicht äußern. Eine Obduktion der Getöteten soll zeitnah erfolgen.  „Wie es dazu kommen konnte, ist bislang völlig unklar. Wir müssen jetzt erst einmal abwarten, was die Ermittlungen ergeben“, so Pressesprecher Jürgen Schlick.

 In der jüngeren Vergangenheit hat es in Marburg mehrere Delikte mit tödlichem Ausgang gegeben. Erst Ende März dieses Jahres war es zu einem Beziehungsdrama im Marburger Südviertel gekommen, bei dem eine Studentin die Lebensgefährtin ihres Ex-Freundes vor dessen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus erstochen haben soll. Außerdem gab es am 1. Juli­ vergangenen Jahres einen Beziehungsstreit am Richtsberg, bei dem ein 32-Jähriger seine schwangere Ehefrau mit einer Vielzahl von Messerstichen getötet hatte.

von Manfred Hitzeroth und Nadine Weigel

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Messerstecher-Prozess
Die Verteidiger Sascha Marks (links) und Thomas Strecker im Gespräch.

Vor dem Landgericht Marburg musste sich am Donnerstag der 24-Jährige verantworten, der im Mai vergangenen Jahres seine Schwiegermutter erstochen haben soll. Zum Auftakt des Prozesses hat er gestanden.

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