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Familie von zu Tode verurteilter Frau in Marburg

Angebliche Gotteslästerung Familie von zu Tode verurteilter Frau in Marburg

Sie reisen, um über das Schicksal ihrer Mutter und Ehefrau zu berichten. Am Mittwoch waren sie beim Papst, am Donnerstag sprechen sie in Marburg über die erste Frau, die in Pakistan wegen Blasphemie sterben soll.

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Ashiq Masih, der Ehemann der pakistanischen Christin Asia Bibi, und Tochter Eisham vergangene Woche bei einem Interview in Madrid. Am Donnerstag berichten sie in Marburg.

Quelle: Zipi

Marburg. 2009 wurde die pakistanische Arbeiterin Asia Bibi wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilt. Papst Franziskus hat am Mittwoch nach der Generalaudienz den Ehemann und eine Tochter von Asia Bibi empfangen. Die Christin hatte Papst Franziskus in einem Brief aus ihrer Todeszelle um Gebet und Hilfe gebeten.

Die Familienangehörigen sind derzeit gemeinsam mit Menschenrechtsaktivisten in Europa unterwegs, um auf das Schicksal von Asia Bibi aufmerksam zu machen. Am Donnerstag, 23. April, werden Ehemann Asiq Masih und die jüngste Tochter Eishan gemeinsam mit dem Menschenrechtsaktivist Joseph Nadeem nach Marburg kommen, um ab 20 Uhr im Gemeindehaus St. Peter und Paul, Biegenstraße 18, über die Situation zu berichten, teilt Anni Röhrkohl vom Arbeitskreis Ökumene der Gemeinde mit. Nadeem ist Direktor einer christlichen Schule in Lahore. Asia Bibi ist nach dem pakistanischen Blasphemie-Gesetz inhaftiert und erwartet die Todesstrafe. Sie bestreitet, den islamischen Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Asia Bibi soll in einem Streit zwei Musliminnen die Frage gestellt haben: „Mein Jesus gab sein Leben für mich hin, aber was hat euer Prophet für euch getan?“, berichtet die katholische Nachrichtenagentur sowie Menschenrechtsaktivisten.

Schon in der Vergangenheit hatten sich die Päpste Benedikt XVI. und Franziskus öffentlich und auf diplomatischem Weg für die Freilassung Asia Bibis eingesetzt.In mehreren Städten Europas haben sich Solidaritätsinitiativen für Asia Bibi gebildet. So hat das Stadtparlament von Paris beschlossen, die Inhaftierte zur Ehrenbürgerin zu erklären.

Die Familie versucht auch rechtlich gegen das Urteil vorzugehen: Asia Bibi hatte im November vergangenen Jahres in letzter Instanz Einspruch vor dem Verfassungsgericht eingereicht.

Infoabend in der Biegenstraße

Katholische und evangelische Christen in der Region unterstützen den Besuch der Familie von Asia Bibi. Auf dem Informationsabend am Donnerstagabend im Sankt-Peter-und-Paul-Gemeindehaus macht auch die evangelisch-lutherische Gemeinde aus Goßfelden aufmerksam. Der Goßfeldener Pfarrer Wilhelm Hammann weist darauf hin, dass die pakistanische Delegation zudem am Samstag, 25. April, ab 9 Uhr in der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Kloster Haydau/Altmorschen berichten wird.

von Anna Ntemiris

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