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"Fair" und "Bio"

Elisabeth-Tee "Fair" und "Bio"

Seit sieben Jahren gibt es den Elisabeth-Kaffee, der zum 800. Geburtstag der Heiligen produziert wurde. Mit dem Elisabeth-Tee präsentiert der Weltladen ein weiteres Projekts, bei dem fairer Handel und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen.

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Ralf Dörsch (von links), Dr. Franz Kahle, Petra Wintergerst, Andrea Heinz und Jochen Friedrich präsentieren den Tee.Foto: Bader

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Die Idee zum Elisabeth-Tee stammt von Petra Wintergerst, Ladenkoordinatorin des Marburger Weltladens. Für das Teeprojekt arbeitet der Marburger Weltladen mit dem Fairhandels-Importeur dwp aus Ravensburg zusammen. Damit ist der Elisabeth-Tee deutschlandweit der erste Städte-Tee eines Weltladens.

„Der Tee wird von Kleinbauern gewonnen und ist kein Plantagenprodukt“, betont Wintergerst und ergänzt, dass der Tee „Bio“ sei. Der Elisabeth-Tee ist ein loser Darjeeling-Schwarztee mit einer sehr feinen Note. Man schmeckt die hohe Qualität des Tees, die der höchsten Qualitätsstufe „Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe“ entspricht. Dabei werden bei der ersten Ernte des Jahres nur die frischen, jungen Teetriebe gepflückt, die den Tee hell und zartgelb aussehen lassen.

Mit dem Tee spreche man Freunde von hochwertigem Tee an, sagt Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne). Er zeigt sich stolz darüber, dass der Weltladen immer weiter an Ideen arbeitet und verweist dabei auf den Elisabeth-Kaffee, der für ihn ein erfolgreiches Projekt darstellt. Auch der Elisabeth-Tee sei ein kleines, aber feines Projekt. Durch die überschaubaren Prozesse sei es nachvollziehbar, wie der Tee hergestellt wird und die Menschen im Anbaugebiet leben.

Die Organisation dwp ist der drittgrößte Fairhandelspartner Deutschlands. 1998 entstand die Kleinbauern-Kooperative „Sanjukta Vikas“, die sich inzwischen auf 14 kleine Dörfer erstreckt. Durch die Kooperative und langfristigen Lieferbeziehung haben sich die Lebensbedingungen dort erheblich verbessert. Die Familien können sich auf ein gesichertes Einkommen verlassen, Grundschulen wurden gegründet und 2006 erfolgte der Anschluss an das öffentliche Stromnetz. Auch Frauenförderung und Gleichberechtigung sei ein großes Thema, berichtet Wintergerst. Sie hofft auf Kontakt aus Darjeeling und dass jemand aus Indien nach Marburg kommt und von der Arbeit dort berichtet, ähnlich zu Frauen aus Honduras vom Kaffee-Projekt, die in Marburg zu Gast waren.

Der Elisabeth-Tee ist wie der Elisabeth-Kaffee beim Weltladen am Marktplatz, sowie bei der „Coffee & Tea Company“ in der Gutenbergstraße erhältlich. Für interessierte Tee-Trinker gibt es am 22. Oktober ab 16 Uhr eine Tee-Schulung. Dabei wird Martin Lang, Info-Referent der dwp, von seiner Reise bei der „Sanjukta Vikas“-Kooperative in Indien berichten und eine Tee-Verkostung durchführen. Auch beim Umweltaktionstag am 21. September der Stadt Marburg wird der Tee vorgestellt und bei einer Gewinnaktion verlost, kündigt Jochen Friedrich von der Steuerungsgruppe zum fairen Handel an.

von Mareike Bader

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