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Fahrvergnügen bei Sonne und Regen

30. Oldtimerfahrt Fahrvergnügen bei Sonne und Regen

Knapp 100 als historisch klassifizierte Fahrzeuge begeisterten am Samstag zahlreiche Autofans an der Ausfahrtstrecke und auf dem Ausstellungsgelände des Ford-Autozentrums in Cappel.

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Peter und Claudia Sänger in ihrem BMW315/1 aus dem Jahr 1935.

Quelle: Götz Schaub

Marburg. Oldtimer, ob aus den 30er, 40er, 50er, 60er, 70er oder 80er Jahren, sind und bleiben ein Hingucker. Erst recht, wenn sie gebündelt irgendwo rollend auftauchen oder auf einer Ausstellungsfläche in aller Ruhe von Nahem zu sehen sind. Freunde altehrwürdiger Autos konnten am Samstag beides erleben: irgendwo im Südkreis an der Strecke oder eben auf dem Gelände des Ford-Autozentrums in Cappel.

Dort wurden die Wagen bei ihrer Einfahrt zur Mittagspause den Besuchern mit allerlei Wissenswertem vorgestellt, bevor sie auf dem Platz dicht an dicht zur Bewunderung freigegeben wurden. Freuten sich die Fahrer und Beifahrer und sonstige Mitfahrer am Vormittag noch über bestes Ausfahrtwetter mit einigen sonnigen Abschnitten, ging es nach der Mittagspause im Regen auf den zweiten Teil der Ausfahrt. Laut Veranstalter passte jedoch nur ein Teilnehmer wegen offenem Verdeck, alle anderen rollten gen Weimar und Ebsdorfergrund, bevor sie ab 16 Uhr zur großen Sonderprüfung zum Autohaus in Cappel zurückkehrten.

Auf der Strecke gab es knapp 100 Fahrzeuge zu sehen, die alle mindestens 25 Jahre auf dem Tacho hatten. 14 Teilnehmer entschieden sich für eine sportliche Ausfahrt, das Gros jedoch für eine touristische Ausfahrt mit Aufgaben an der Strecke. Zum Warmwerden ging es nach dem Start in der Willy-Mock-Straße nach Cyriaxweimar, wo zunächst eine Baumbestimmung auf der Verkehrsinsel anstand, ehe das Radsportgeschäft von Georg Kaiser gestürmt werden musste, um dort nach einem Gegenstand zu suchen, den man in einem Radsportgeschäft normalerweise nicht finden würde.

Knapp 100 historische Fahrzeuge beteiligten sich an der Fahrt durch den Landkreis. Fotos: Götz Schaub, Michael Hoffsteter

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Drei Polizeiwagen sind mitten im Getümmel

Dieser Zwischenstopp an der Cyriaxstraße sorgte zeitweise für ein ungewöhnlich hohes Verkehrsaufkommen, das gleich von drei Polizeistreifen zur Kenntnis und locker genommen wurde. Denn die drei Polizeiautos, ein Opel Olympia, ein Audi 100 und ein BMW 2000 waren allesamt selbst Teilnehmer der Ausfahrt und stehen sonst im Polizei-Oldtimermuseum bei Cyriaxweimar.

Georg Kaiser schloss nach dem Besuch der Oldtimer-Fahrer seinen Laden zu und wechselte flugs nach Cappel. Denn in einem Ausstellungsraum auf dem Autohaus-Gelände stellte er zusammen mit Thomas Bruns erstmals historische Rennräder aus. Darunter einige Raritäten, die man in der Rennradsammler-Szene so gut wie nie angeboten bekommt. Unter anderem ein Rad des legendären Freddy Maertens, dem Weltmeister von 1976 und 1981, dessen Rad Flandria keinen Rahmen made in England oder Frankreich besaß, sondern erstmals, und das war revolutionär für den Radrennsport, einen Rahmen aus Japan. Abgerundet wurde die Ausstellung mit Harley-Davidson-Maschinen und einer Mercedes-Benz-Motorkutsche, mit der Besucher auch mitfahren durften.

von Götz Schaub

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