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Fahrer haben Angst vor Kündigung

Uni-Klinikum Marburg Fahrer haben Angst vor Kündigung

Zwölf Mitarbeiter der Fahrbereitschaft des Uni-Klinikums Marburg dürfen seit einigen Tagen ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen. Der Betriebsrat reagiert empört.

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Michael Kraemer (vorne links) und Carlo Schick (vorne rechts) sowie weitere Kollegen aus der Fahrbereitschaft des Marburger Uni-Klinikums bangen um ihre Weiterbeschäftigung als Mitarbeiter des Klinikums.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Am vergangenen Montag sind wir Fahrer zur Arbeit erschienen. Uns wurde dann von der Personalleitung gesagt, dass wir nicht mehr arbeiten sollten“, erklärt Armin Aillaud, einer der zwölf Beschäftigten aus der Fahrbereitschaft.

Auch in den vergangenen Tagen sei es dann von der Geschäftsleitung nicht mehr erwünscht gewesen, dass die Fahrer ihrer gewohnten Arbeit nachgehen.
Die empörten Fahrer sind jetzt an die Öffentlichkeit gegangen: Am Dienstag gab es im Beisein der Presse im Betriebsratsbüro eine Krisensitzung mit Vertretern des Betriebsrats und des Personalrats sowie einer Vertreterin der Gewerkschaft „ver.di“, an der außer drei erkrankten Beschäftigten alle übrigen neun Mitarbeiter aus der Fahrbereitschaft sowie deren Ehefrauen teilnahmen.

„Wir stellen unsere Arbeitskraft zur Verfügung. Das ist aber nicht mehr gewünscht“, kritisiert Armin Aillaud.
Seit Anfang Februar ist der Umzug der letzten im Lahntal verbliebenen Kliniken auf die Lahnberge so gut wie vollzogen. Es folgt im März noch der Umzug der Augenklinik; die Zahnklinik und die psychiatrische Klinik verbleiben allerdings auch nach diesem Termin noch am Ortenberg. Klar ist auf jeden Fall, dass sich vor allem die Anzahl der Patiententransporte nach dem Umzug von Neurologie, HNO-Klinik, Hautklinik und demnächst Augenklinik deutlich reduzieren wird.

Gesucht werde nach „konstruktiven Lösungen für jeden Mitarbeiter“. Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) hatte sich auf Bitten der Arbeitnehmer ebenfalls in den Konflikt eingeschaltet und nach eigenen Angaben im Gespräch mit dem Klinikums-Chef Josef Rohrer darauf hingewiesen, dass möglichst sozialverträgliche Lösungen angestrebt werden sollten. Dies sagte Vaupel der OP am Dienstag auf Anfrage.

von Manfred Hitzeroth

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