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Fahrdienst für gehbehinderte Menschen

Marburg Fahrdienst für gehbehinderte Menschen

Seit 30 Jahren bietet die Stadt Marburg für Menschen mit Behinderungen einen Fahrdienst an. Das Angebot dient dazu, auch schwer gehbehinderte Menschen am öffentlichen Leben teilhaben zu lassen.

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UniCare befördert Menschen mit Gehbehinderungen mit Taxen und Sonderfahrzeugen etwa zum Einkauf oder ins Kino. Aladin Uzun (von links), Ottmar Amm, Holger Frech von den Johannitern, Kerstin Hühnlein, Lothar Enters und Kerstin Weinbach freuen sich über das Angebot.

Quelle: Patricia Kutsch

Marburg. Derzeit hat die Stadt Marburg 270 Menschen in ihrer Kartei, die berechtigt sind, den Fahrdienst für schwer gehbehinderte Menschen in Anspruch zu nehmen. Kerstin Hühnlein vom Fachdienst Arbeit, Soziales und Wohnen der Stadt Marburg betreut dieses besondere Angebot der Stadt, das durch die Firma UniCare ausgeführt wird.

Ganz formlos könne man eine Aufnahme in die Kartei beim Sozialamt der Stadt beantragen, wenn man den Zusatz „außergewöhnliche Gehbehinderung“ im Behindertenausweis stehen habe. Ist man dann in der Kartei, stehen einem 12 Fahrten im Monat zur Verfügung. Wie Hühnlein berichtet, zahle man pro Fahrt einen Unkostenbeitrag von 1,50 Euro.

„Wir holen die Menschen zu einem vereinbarten Termin in ihrer Wohnung ab“, berichtet Lothar Enters von UniCare.
Oft müssen zwei Angestellte der Firma mitfahren, denn auch wenn Menschen im dritten Stock eines Hauses ohne Fahrstuhl wohnen, werden sie abgeholt.

„Die erste Fahrt war am 15. Februar 1980“, erinnert Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach. Damals sei es etwas Besonderes gewesen. „Es ist eine wichtige Errungenschaft, die wir weiterführen wollen“, daher habe man seit 2010 im Haushalt 100.000 Euro für das Angebot verankert. Seit dem Jahr 2000 finden jährlich im Schnitt 6.500 Fahrten statt.

von Patricia Kutsch

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