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Fahnen für „das Mindeste“

Mai-Kundgebung in Marburg Fahnen für „das Mindeste“

Hunderte Menschen folgten am Sonntag dem Aufruf der Gewerkschaften zur traditionellen Mai-Kundgebung.

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Mit wehenden Fahnen für eine bessere Arbeitswelt: Der Wind trug mit zur optischen Wirkung der Demonstration bei.

Quelle: Nagel-Horn

Marburg. Für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns und gegen Sozialdumping: Das waren die Ziele, für die am 1. Mai rund 450 Menschen in Marburg auf die Straße gingen. Die Veranstalter zählten gar 600 Teilnehmer, als sich der Demonstrationszug am späten Vormittag zu einer Zwischenkundgebung auf dem Marktplatz einfand.

Der Marburger Lokalpolitiker und Gewerkschafter Pit Metz hielt auf dem Marktplatz eine Rede, in der er auf die Ereignisse im vergangenen Jahr einging. Angefangen bei Guido Westerwelle und Karl Theodor zu Guttenberg, deren politischen Niedergang er nicht ohne Häme kommentierte, schlug Metz den Bogen zum privatisierten Rhön-Klinikum und schließlich zu einer besseren Zukunft, wie er sie sieht: „Es wird qualifizierte Fachkräfte aus den ehemaligen Atomkraftwerken geben, die uns mit ihrem Fachwissen helfen werden, den Umbau auf erneuerbare Energien voranzutreiben.“

Der Ausstieg aus der Kernenergie war auch bei der Abschlussveranstaltung auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz ein Thema: Die Humanistische Union hatte dazu einen Sketch vorbereitet, in dem der Betreiber einer gefährlich strahlenden Mikrowelle immer wieder deren Sicherheit beteuert – auch nachdem sie bereits in die Luft geflogen ist.

Viel Beifall erhielt auch die Marburger Erzieherin und Betriebsrätin Dunja Hilgenberg für ihre kurz und knackig vorgetragenen zehn Argumente, warum die Arbeit der Erzieherinnen besser bezahlt werden und warum es mehr Fachpersonal in diesem Bereich geben müsse.

Die Abschlusskundgebung zum Tag der Arbeit klang mit Musik des Marburger Trios „Graffiti“ aus.

von Sabine Nagel-Horn

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