Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 8 ° Regen

Navigation:
Fahndung nach Froschkönig erfolgreich

Ferienpass Fahndung nach Froschkönig erfolgreich

Elf Kinder begaben sich während einer Ferienpass-Veranstaltung auf die Spuren des seit Februar vermissten Froschkönigs von der Wasserscheide.

Voriger Artikel
Kontrolle durch Amtsgericht
Nächster Artikel
Hilfe in Höhe von 1,5 Millionen Euro

„Teamleiter“ David Kötz (von links) war mit Mathias, Tim und Anton auf der Suche nach dem Vorgänger des neuen Froschkönigs von der Wasserscheide.

Quelle: Yannic Bakhtari

Marburg. „Königstochter, jüngste, mach‘ mir auf! Weißt Du nicht, was gestern Du zu mir gesagt bei dem kühlen Brunnenwasser? Königstochter, jüngste, mach‘ mir auf“, rief der Frosch aus Grimms Märchen „Der Froschkönig“, weil die Prinzessin ihn trotz ihres Versprechens nicht ins Schloss ließ.

Zuvor hatte das Tier der jungen Frau ihre goldene Kugel aus den Untiefen des Brunnens im Schlossgarten wieder herausgeholt. Am Ende muss sie ihn doch zum Essen hereinlassen, doch als sie mit ihm die Nacht verbringen muss, wirft sie ihn voller Ekel an die Wand, worauf sich der Frosch in einen attraktiven Prinzen verwandelt. Sein ihm auferlegter Fluch ist besiegt, Prinzessin und Prinz leben glücklich bis an ihr Lebensende zusammen.

Kinder hellauf begeistert von der Sonderkommission

Dieses weltweit bekannte Märchen der Brüder Grimm hat wie viele andere in der Stadt ein Denkmal gesetzt bekommen. Über dem Brunnen an der Wasserscheide in der Marburger Wettergasse thronte seit 2013 eine Froschkönig-Statue zum Gedenken an den wohl berühmtesten Vertreter der Froschlurche.

Doch am 24. Februar dieses Jahres war die Statue verschwunden, die Wasserscheide bekam aber bald wieder eine neue, größere Statue.

Doch wo der alte Froschkönig sich befindet, weiß niemand. Niemand? Doch, die Kinder der „Sonderkommission Froschkönig“. „Einsatzleiterin“ Kristina Lieschke hat sich die Ak­tion ausgedacht und das Szenario für die Froschkönig-Suche entwickelt. Sie ging zusammen mit ihren „Teamleitern“ Nadine Eden, David Kötz und Björn Kleiner sowie den elf kleinen „Ermittlern“ im Alter von 9 bis 12 Jahren drei Stunden auf die Suche. Die vier sind Mitarbeiter des Hauses der Jugend.

Ausgerüstet mit je einem GPS-Gerät pro Gruppe durchkämmten drei Gruppen das Areal von Elisabethkirche bis Schloss. Zehn Stationen warteten auf sie, an jeder mussten die Kinder Fragen beantworten, um neue Koordinaten zu erhalten, aus denen sie am Ende das vermeintliche Versteck des Froschkönigs errechnen konnten.

An dieser elften Station wartete ein Abschiedsbrief des Froschkönigs a. D., in dem er erklärte, einfach keine Lust mehr gehabt zu haben, nur an der Wasserscheide herumzusitzen. Zudem langweilte ihn „eine Prinzessin, die mich aus Tierschutzgründen einfach nicht an die Wand werfen will“, sagte der Frosch. Sein Vetter dürfe den Job als Wächter von Kugel und Märchenbuch gerne behalten. Natürlich wartete der Froschkönig noch mit einem Schatz für die Kids auf: einem 500-Euro-Schein aus Schokolade und einem Lolly. Die Soko war eine von insgesamt 154 Veranstaltungen, die während des 31. Ferienpasses in den sechs Wochen Sommerferien den daheimgebliebenen Kindern Spiel und Spaß bieten wollen.

Bisweilen verliefen sich die Kids, aber sie waren mit viel Spaß dabei und hellauf begeistert von der Soko. Und wenn sie nicht ermüdet sind, dann suchen die Kleinen noch heute.

von Yannic Bakhtari

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr