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Fachwerkhaus findet neue Heimat im Stadtwald

Projekt Fachwerkhaus findet neue Heimat im Stadtwald

"Haus Frielendorf" hat eine bewegte Geschichte hinter sich. 1844 in der Schwalm erbaut, später als Teil des Hessenparks konzipiert, wird es jetzt von Jugendlichen neu aufgebaut.

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Traditionelle Bauweisen kennenlernen: Das ist ein Ziel der Jugendbauhütten, eine entsteht im Stadtwald. Fotos: Andreas Schmidt

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Freiwillige in der Denkmalpflege bauen das Haus als Jugendbauhütte auf, jetzt war Richtfest. Die Hütten sind ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Die Idee: Junge Menschen sollen in einer nicht alltäglichen Art der Arbeit mit der Denkmalpflege vertraut gemacht werden. „Das ist für die Jugendlichen eine hervorragende Möglichkeit, alte Handwerkstechniken und Bauweisen zu erlernen“, sagt Oliver Dahn, Leiter der Jugendbauhütte Hessen-Marburg. An dem Haus im Stadtwald arbeitet nun bereits die zweite Gruppe, 44 Freiwillige waren somit bisher an der Errichtung beteiligt.„Im Juni wurde das Fachwerk restauriert, im September haben wir unter ehrenamtlicher Anleitung und Hilfe des Marburger Steinmetzes Wilderich Paffrath den Sandsteinsockel errichtet und behauen“, sagt Dahn. Die Buntsandsteine des Sockels stammen von der ehemaligen Frauenkirche, waren eine Schenkung der Universität an die Stadt.

Dabei lernen die jungen Leute hautnah die historischen Techniken, stellen etwa Holzzapfen und -nägel zur Verbindung her. Also so, wie vor hunderten Jahren. Zwei Tage lang wurde das Holzskelett des Fachwerkbaus dann aufgestellt - und nun folgte das Richtfest. Die Kosten in Höhe von etwa 70 000 Euro kommen aus dem Stadtsäckel, verteilt auf drei Jahre, wie Bürgermeister Franz Kahle (Grüne) sagte. Das Projekt und das Geld dafür dienen der Jugendförderung.

Wenn das Fachwerkhaus komplett aufgebaut ist, soll es auf dem Freizeitgelände als Gruppenraum und Werkzeuglager genutzt werden. Das „Haus Frielendorf“ war eine Schenkung des Freilichtmuseums Hessenpark in Neu-Anspach. Dort lagern laut Doktor Petra Neumann noch 119 historische Gebäude, die bisher nicht aufgebaut werden konnten.

von Andreas Schmidt

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