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Experten diskutieren über elektronische Klausur

Philipps-Universität Experten diskutieren über elektronische Klausur

Der Student der Zukunft schreibt nicht mehr mit Stift auf Papier seine Prüfungsarbeit, sondern mithilfe eines Computers.

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Teilnehmer des neu gegründeten Lehr-Lern-Kolloquiums der Philipps-Universität Marburg.

Quelle: Privatfoto

Marburg. Ein neu gegründetes Lehr-Lern-Kolloquium der Philipps-Universität Marburg ging Ende Dezember mit dem Thema „E-Klausuren als Perspektive? – Anwendungsspektren, Erfahrungsberichte und Realisierungsmöglichkeiten“ in seine zweite Runde. E-Klausuren werden auf PC geschrieben und – bis auf Freitextfragen – elektronisch ausgewertet.

Dr. Christine Schäfer vom Fachbereich Medizin, Haymo Hinz und Martin Klehr vom Hochschulrechenzentrum diskutierten nach ihren Referaten zum Projekt E-Klausuren an hessischen Hochschulen vor allem den Service des Hochschulrechenzentrums, den die Philipps-Universität Marburg für alle Nutzer zur Verfügung stellt.

Holger Wiethäuper und Bettina Leicht vom Fachbereich Erziehungswissenschaften rundeten den Vortragsteil in einer gemeinsamen Expertendiskussion ab, die überwiegend Befürworter der E-Klausuren offenbarte, wie Professorin Susanne Lin-Klitzing berichtet. Das letzte Kolloquium in diesem Semester zum Thema „Überforderung mit Portfolio-Arbeit?“ findet am 18. Januar 2011 um 18.30 Uhr in der Lern- und Forschungswerkstatt des Instituts für Schulpädagogik am Pilgrimstein 2 statt.

Ob die Mediziner nur deshalb so weit in der Entwicklung und Praxis von E-Klausuren seien, weil sie hauptsächlich mit Multiple-Choice-Fragen „operierten“, wurde zum Auftakt der Veranstaltung provokativ gefragt. Dass dies keine zutreffende Einschätzung ist, zeigte Christine Schäfer überzeugend in ihrem Impulsreferat und fragte zurück, warum andere Fächer nicht schon längst genauso weit seien?

Bettina Leicht und Holger Wiethäuper wiesen darauf hin, dass unter anderem auch am Fachbereich Erziehungswissenschaften mittlerweile seit drei Semestern E-Klausuren geschrieben würden, unterstützt durch den Service des HRZ. Haymo Hinz und Martin Klehr berichteten dazu von ihrer intensiven Beschäftigung mit einem vom HMWK geförderten Kooperationsprojekt zusammen mit dem HRZ Gießen. Gemeinsam wird ein entsprechender E-Klausur-Service für beide Universitäten aufgebaut. Im von Professorin Lin-Klitzing, Dr. Uwe Feldbusch und Holger Wiethäuper konzipierten Lehr-Lern-Kolloquium wurde anschließend der fächerübergreifende Austausch zu diesem Einsatz neuer Prüfungsszenarien initiiert.

Für das Publikum aus den verschiedenen Fachbereichen waren vor allem Fragen nach Chancen und Schwächen sowie nach konkreten Umsetzungsmöglichkeiten von unterschiedlichen Fragetypen in den E-Klausuren relevant. Auch hierzu soll ein Workshop angeboten werden, damit die gewonnenen Erkenntnisse konkret umgesetzt werden können.

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