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„Es ist vorbei, jetzt sind wir endlich frei“

Abi-Parade „Es ist vorbei, jetzt sind wir endlich frei“

„Die ganze Straße ist voller Leute. Ist heute etwas Besonderes?“, fragt eine Frau, kurz bevor die Abiturienten auf Anhängern vorbeiziehen. Die Antwort: Die Abi-Parade fuhr durch Marburg.

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Geballte Freude vor Schlosskulisse: Die Abiturienten der Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain waren natürlich mit dabei.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Auf dem Parkplatz am Georg-Gaßmann-Stadion stehen schon eine halbe Stunde vor der offiziellen Abfahrt um 14 Uhr viele Abiturienten in Kleingruppen zusammen. Aus den Musikboxen ertönen Abi-Hymnen wie „Es ist vorbei, jetzt sind wir endlich frei. Abi, Abi, Abi, Abitur. Abituur, Abituuuuuur“. Die Stimmung ist ausgelassen. Ab und zu gibt es Jubelschreie von fröhlichen und teilweise schon leicht alkoholisierten Schülerinnen und Schülern.

Abiparade 2016 in Marburg. Foto: Nadine Weigel

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„Schon seit drei Wochen freuen wir uns aufs Feiern“, sagen Maila Sodemann und Silva Kraft vom Gymnasium Philippinum. Hinter ihnen auf dem Plakat ihrer Schule steht ihr Abi-Motto „Mehr Dichter als Denker“. Alicia und Natalie von der Kirchhainer Alfred-Wegener-Schule erzählen, dass noch zwei schriftliche Prüfungen anstehen, sie sich darum heute jedoch weniger Gedanken machen wollen.

Ein paar Wagen weiter unterhalten sich Lena Karriy und Mariel Schiller angeregt, deren Pullis auf unterschiedliche Schulen schließen lassen. Sie sagen:,,Wir kommen von derselben Grundschule und sind dann auf unterschiedliche weiterführende Schulen gegangen. Es ist cool, dass jetzt so viele Schulen gemeinsam feiern.“

"Mehr Auflagen als bei Faschingsumzügen"

Tatsächlich sind es zehn Schulen, die bei der Parade mitmachen. Die Martin-Luther-Schule, die Elisabethschule, die Freie Waldorf-Schule, die Kaufmännische Schule, das Philippinum, die Adolf-Reichwein-Schule, das Landschulheim Steinmühle (alle Marburg), die Lahntalschule (Biedenkopf), die Stiftsschule Amöneburg, und die Alfred-Wegener Schule aus Kirchhain.

Organisator Matthias Dalwig sagt: „Jetzt im elften Jahr der Abi-Parade in Marburg läuft alles schon wie gewohnt bei der Organisation. Es gibt die üblichen Probleme: Schüler, die den Umzug mitorganisieren, stecken gleichzeitig in den Abiturprüfungen. Und es gibt sogar mehr Auflagen als bei Faschingsumzügen.“

Um kurz vor zwei sind dann alle Wagen voll besetzt. Schülern, die noch angerannt kommen, wird entgegengejubelt. Vorneweg fährt ein Polizeimotorrad und hinten fahren ein Polizei- und Rettungswagen.

An der Universitätsstraße stehen schon um kurz nach zwei viele Eltern und Verwandte. Neugierige Passanten erkundigen sich, was denn los sei und bleiben teilweise auch stehen.

Nach einer knappen halben Stunde kommen die Wagen in Schritttempo um halb drei die Universitätsstraße entlanggefahren. Die knappen zehn Grad und die bedeckten Wolken können die Stimmung der Abiturienten nicht trüben.

Auch die Stimmung der Zuschauer hellt sich auf mit näher kommendem Umzug. Kameras werden gezückt und Zurufe erwidert. Nach zehn Minuten sind dann auch schon alle Wagen vorübergezogen. An der Ampel bilden sich Autoschlangen, Busse fahren vorbei und die Zuschauer machen sich auf den Heimweg. Dalwig erzählt später am Telefon auf OP-Anfrage, dass der gesamte Umzug gut verlaufen sei. Und auch Polizeisprecher Martin Ahlich teilte auf Anfrage mit, dass es zu keinen besonderen Vorkommnissen gekommen sei.

von Klara Brinkmann

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