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Es geht um ein soziales Europa

Demo am 1. Mai Es geht um ein soziales Europa

„Wir wollen internationale Solidarität zeigen“, sagt Pit Metz, Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Marburg-Biedenkopf. In Zeiten der sozialen Krisen sei Zusammenhalt gefragt.

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1. Mai 2013: Gute Arbeit und sichere Rente. Wer wünscht sich das nicht? Dafür lohnt es sich laut DGB immer, auf die Straße zu gehen. Dazu rückt auch in diesem Jahr, nicht zuletzt wegen den anstehenden Wahlen, Europa in den Blickpunkt.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Die Themen, für die es sich lohnt, auf die Straße zu gehen, reißen nicht ab.“ Damit ist eigentlich schon alles darüber gesagt, was Pit Metz am Donnerstag, 1. Mai, machen wird. Er wird wie in den Jahren zuvor auf die Straße gehen, sich aktiv an der Demonstration beteiligen, die um 11 Uhr am DGB-Haus in der Bahnhofstraße 6 startet und über den Marktplatz zum Elisabeth-Blochmann-Platz führen wird. Gegen 11.45 Uhr wird er Redner der Zwischenkundgebung auf dem Marktplatz sein.

Auf dem Blochmann-Platz wird Stefan Körzell sprechen. „Darauf sind wir sehr stolz. Stefan Körzell wird wohl bei uns in Marburg die letzte Rede als DGB-Bezirksvorsitzender Hessen-Thüringen halten“, sagt Julius Klausmann von den DGB-Senioren. Körzell ist nämlich zur Wahl in den Bundesvorstand vorgeschlagen worden. Seine Wahl darf als sicher gelten.

Von daher können Teilnehmer des Demonstrationszuges und sonstige Interessierte, die am 1. Mai den Weg zum Elisabeth-Blochmann-Platz finden, ab 12.30 Uhr ein Rede von einem Menschen erwarten, der im DGB großen Rückhalt und viel Vertrauen genießt. In diesem Jahr gehe es sicher auch wieder um das Thema Gute Arbeit, um den Mindestlohn, aber auch um das Thema Menschenwürde - im Betrieb und in Europa. „In Südeuropa ist die Arbeitslosigkeit so hoch. In Griechenland wird praktisch eine ganze Generation abgehängt. Mehr als 1000 Schulen wurden dort geschlossen, die Menschen mussten Lohnkürzungen von 30 bis 40 Prozent hinnehmen“, sagt Dr. Ulf Immelt von der DGB-Region Mittelhessen. Die Menschen in Griechenland brauchten Signale, insbesondere aus Deutschland. Dass man für Besserungen zusammen einstehen möchte, eben für ein soziales Europa. Um den Zusammenschluss zu dokumentieren, wird neben Hauptredner Körzell auch Christos Giovanopoulos von „Solidarity4all“ aus Griechenland Worte an die Besucher richten. Zudem geht es auch weiter darum, den Niedriglohnsektor anzuprangern. „Wovon sollen Menschen in solchen Beschäftigungen später einmal leben?“, fragt Peter Böcher von den DGB-Senioren. „1,15 Millionen Menschen in Deutschland bekommen weniger als 5 Euro die Stunde“, ergänzt Immelt. Das sei alles, aber sicher keine Wertschätzung der Mitarbeiter. Deshalb auch das Thema Menschenwürde.

Auch bei der Vormai-Veranstaltung am Mittwoch, 30. April, im Bürgerhaus Cappel (siehe Programm) wird in Argiro Baduva eine Griechin Stellung nehmen. Sie ist Grundschullehrerin und Mitglied der griechischen Lehrergewerkschaft DOE. Auch rund um Marburg werden bei Demonstrationen und Kundgebungen etwa in Gießen, Wetzlar und Alsfeld Griechen zu den Sprechern gehören.

Programm: 30. April: 18 Uhr Bürgerhaus Cappel, Vormai-Veranstaltung des DGB und der DGB-Senioren unter dem Titel „Kapital und Arbeit am Vorabend der Europawahlen“. Mit dabei sind Jürgen Hinzer, kämpferischer Gewerkschaftsveteran von der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten sowie Theatermacher Peter Radestock und Christine Reinhardt.

1. Mai: 11 Uhr DGB-Haus, Bahnhofstraße 6 in Marburg, Start der Demonstration, 11.45 Uhr Zwischenkundgebung auf dem Marktplatz, 12.30 Uhr Kundgebung und Maifest auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz mit Musik, Essen und Getränken.

von Götz Schaub

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