Marburg. Noch immer sind nach Ansicht von Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) mehrere Fragen offen, was die Eingliederung und Betreuung der Männer betrifft, die aus der Sicherungsverwahrung entlassen worden sind und nun in Marburg leben.
Allerdings habe er inzwischen ein Schreiben des Justizministeriums erhalten, wonach nach derzeitigem Stand keine weiteren Freigelassenen nach Marburg kommen sollen.
Die OP berichtete in ihrer Donnerstagsausgabe, dass zwei Gewaltverbrecher, die aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes freigelassen wurden und als weiterhin gefährlich gelten, unter einem Dach in Marburg leben.
Vaupels Vorwurf des Informationsdefizites sei ungerechtfertigt, sagte Dagmar Döring vom Justizministerium am Freitagabend. Es habe bereits im April Gespräche mit der Stadt gegeben.
Der Sprecher des Innenministeriums erklärte, die Polizei werde die Männer offen und verdeckt überwachen. Einzelheiten nannte er nicht. Wie das Sicherheitskonzept langfristig umgesetzt werde, „kommt auf der Verhalten der Probanden an“, so Bußer. Der Verein Eingliederungshilfe Marburg unter dem Vorsitz von Martin Slenczka ist angefragt worden, ob er die zwei Männer sozialpädagogisch betreuen könne. „Die Eingliederungshilfe sieht darin einen sinnvollen Schritt der Begleitung bei der Reintegration in die Gesellschaft“, heißt es. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.
Mehr lesen Sie am Freitag in der gedruckten OP.
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Kommentare
Entlassene Häftlinge Anwohner – 12.07.10
Ich glaube damit ist uns nicht ganz alleine geholfen das nicht noch 2 hier her kommen.Es sind immer noch 2 zu viel.Aber so wie das Gesetz will,ich bin mal gespannt wann wieder etwas passiert,was ich nicht hoffe.
@theo aus 1. artikel blinx – 09.07.10
Zitat: "Opferschutz sollte IMMER VOR Täterschutz gehen, Resozialiserung hin oder her."gute idee: wenn sie kinder (über 16) haben, fragen sie doch mal den schulleiter oder klassenlehrer, ob DIE wissen welche "granaten" bei ihnen in der klasse sitzen. ich kann ihnen die antwort mit 4 buchstaben schon sagen.....auch psychisch kranke sitzen da, ohne dass sie verpflichtet wären, darüber auskunft zu geben. und dann soll der pädagoge ohne davon kenntnis zu haben damit umgehen.
sch...land!