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Erstis flitzen durch Rallye-Parcours

Semesterstart in Marburg Erstis flitzen durch Rallye-Parcours

Es ist ein gewohntes Bild für viele Marburger: Euphorische Erstsemester, die in Gruppen durch die Stadt ziehen. Seit Mittwochvormittag findet die traditionelle "Stadtrallye"statt.

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Gute Laune auch im Schüler-Park: Studenten der Wirtschaftswissenschaften.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Ich möchte vollen Einsatz von euch!“ spornt Lavina Hunder ihre noch etwas verschlafenen Erstsemestler an. Das zwölfköpfige Team der studentischen Betreuerin ist eines der ersten von insgesamt zehn „Ersti-Gruppen“, die allein die Fachschaft Rechtswissenschaften quer durch die Stadt schickt. An verschiedenen Stationen, etwa im Botanischen Garten, am Marktplatz oder Universitätshauptgebäude, müssen sie Aufgaben erfüllen und Punkte sammeln.

Die erste Aufgabe führt die jungen Juristen zunächst an die Lahn. Beim Tretboot-rennen schlagen sie sich trotz allgemeiner Katerstimmung von der Party am Vorabend gut. Lavina ist stolz und verteilt Sekt in Plastikbechern an „ihre“ Erstis. „Ihr dürft die Becher nicht wegschmeißen“ sagt sie und erklärt: „Zum einen, weil wir die Oberstadt sauber halten wollen, und zum anderen, weil wir pro Becher weitere Punkte bekommen.“

An der "T-Wall" kommen die Erstis ins Schwitzen

Nur zehn Meter weiter haben Studenten vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften eine sogenannte „T-Wall“ aufgebaut, eine interaktive Reaktionswand mit verschiedenen Leuchtfeldern, die durch Berührung wieder ausgeschaltet werden. „Man schafft etwa 60 bis 70 Schläge pro Minute. Da kommt man ganz schön ins Schwitzen“, weiß Betriebswirtschaftsstudentin Angelina Roos, die um die 15 Gruppen à 20 Studenten aus ihrem Fachbereich an dieser Station in Empfang nimmt.

Die Juristen sind inzwischen weiter Richtung Mensa gezogen, wo Felix Martin schon das nächste Spiel für sie vorbereitet hat. Beim „Bierpong“ müssen die Studenten mit einem Tischtennisball in kurzer Zeit Bier gefüllte Becher treffen und leeren.

Alkoholkonsum eingeschränkt damit alle am Ziel ankommen

Der Alkoholpegel steigt und mit ihm auch die Stimmung. „Der Alkohol gehört einfach dazu“, sagt Felix Martin. Trotzdem habe man die Kritik der Anwohner und der Uni natürlich ernst genommen und sich entsprechend „eingeschränkt“. „Hartsprit“ habe in den vergangenen Jahren auch dazu geführt, dass viele Erstis das Ziel nicht erreichten und die Stadtrallye vorzeitig abbrechen mussten. „So was ist natürlich schade“, sagt der Jura-Student im vierten Semester. Er selbst habe bei der Stadtrallye in seinem ersten Semester sehr gute Freunde gefunden.

Freunde finden, das ist immer noch eines der wichtigsten Ziele der Orientierungswoche. Wer es einmal geschafft hat, eine Plane auf die andere Seite zu drehen, während sich eine ganze Gruppe darauf befindet (rechtes Bild), oder wer gemeinsam ein Flossenrennen auf dem Marktplatz gewinnt (linkes Bild), den kann so schnell nichts mehr trennen.

von Ruth Korte

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