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Erstes Ziel: die deutsche Sprache lernen

Förderung für Zugewanderte Erstes Ziel: die deutsche Sprache lernen

An zwanzig Grundschulen und weiterführenden Schulen sowie an vier beruflichen Schulen im Landkreis gibt es Intensivklassen für Migranten, die den Spracherwerb zum ersten Ziel haben.

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Daumen hoch für die deutsche Sprache: Im Intensivunterricht erhalten zugewanderte Kinder und Jugendliche ein bis zwei Jahre lang vor allem Deutschunterricht, bevor der Übergang in die regulären Klassen folgt.

Quelle: Archivfoto

Marburg. In 81 öffentlichen und 9 privaten Schulen im Kreis beginnt am Montag die Schule. Mit voraussichtlich knapp 500 Schülern in Grundschule und Sekundarstufe 1 sowie geschätzten knapp 300 Schülern an den beruflichen Schulen startet dabei zum zweiten Mal ein Angebot, das speziell auf geflüchtete Kinder und Jugendliche zugeschnitten ist: die Intensivklassen. „Ziel ist die Konzentration auf den Spracherwerb“, sagt Schulamtsleiter Arno Bernhardt und spricht von ein bis maximal zwei Jahren in der Intensivklasse, bevor zugewanderte Kinder und Jugendliche von dort in den sogenannten Regelunterricht wechseln.

„Das stellt aktuell den pädagogischen Schwerpunkt unserer Arbeit dar“, erklärt er und merkt an, dass nach einem Jahr mit den neu eingerichteten Intensivklassen nun die ersten Wechsel von zugewanderten Schülern in den „normalen Unterricht“ anstehen. „Für die Lehrer ist es eine Herausforderung“, weiß Bernhardt. Doch böten die Schulen auch nach der Zeit in der Intensivklasse für Migranten zusätzlichen Deutschunterricht an, um die Sprachkenntnisse zu vertiefen.

Zum neuen Schuljahr gibt es 50 Intensivklassen

Bei den Intensivklassen stocken die Schulen im Vergleich zum Vorjahr noch einmal ordentlich auf. Zuletzt gab es 22 Klassen für diese besondere Unterrichtsform, nunmehr werden es 50 sein. Das Angebot steht an 24 Schulen im Kreis zur Verfügung, „bevorzugt an denen, die einigermaßen zentral liegen und eine gute Anbindung haben, damit die Wege für die Schüler nicht zu lang werden und die Beförderungskosten nicht zu hoch“, sagt der stellvertretende Schulamtsleiter Burkhard Schuldt.

Zum Schulstart weist der Landkreis Marburg-Biedenkopf in einer Pressemitteilung auf die Angebote der öffentlichen Jugendhilfe hin. Dazu gehören zum Beispiel die Beratung zu schwierigen und allgemeinen Lebens- und Erziehungsfragen durch den Allgemeinen Sozialen Dienst oder die Beratung zum Übergang von der Schule in eine berufliche Ausbildung durch die Jugendberufshilfe. Auch die durch den Landkreis finanzierten Fachkräfte der Schulsozialarbeit stehen bei Startproblemen in der Schule oder Fragen zur Bewältigung des Lebensalltags an den Schulen zur Verfügung, teilt der Landkreis mit.

  • Die Angebote des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales können dem Internetauftritt des Landkreises unter www.marburg-biedenkopf.de entnommen oder telefonisch unter 06421/405-0 erfragt werden.

von Carina Becker

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