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Erste Hilfe für das Herz

Laiendefibrillator an der Adolf-Reichwein-Schule Erste Hilfe für das Herz

Schuldezernentin Dr. Kerstin Weinbach (SPD) hat der Adolf-Reichwein-Schule und den Abendschulen einen von der Stadt finanzierten Laiendefibrillator überreicht.

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Andreas Steih-Winkler (von links), Armin Bothur, Dr. Kerstin Weinbach, Holger Leinweber, Michael Janicki bei der Übergabe des Rettungsgerätes.

Quelle: Freya Altmüller

Marburg. Das Gerät dient dazu, Erste Hilfe zu leisten, die Leben retten kann. Im Zusammenhang mit der Herz-Allianz Marburg und dem Programm „Gesunde Stadt“ stattet die Universitätsstadt verschiedene Standorte mit den Geräten aus.

„In der Elektrotechnik und der Kfz-Mechatronik arbeiten wir mit gefährlichen Spannungen“, sagt Schulleiter Holger Leinweber. Trotz Sicherheitsvorkehrungen seien Unfälle nicht ausgeschlossen. Der Defibrillator werde in einem von CSL Behring finanzierten Schrank in der Nähe der beiden Fachrichtungen untergebracht.

„Stromunfälle können das Herz aus dem Takt geraten 
lassen“, erklärt Andreas 
 Steih-Winkler, Koordinator für Defibrillatoren der Stadt. Das sogenannte Herzkammerflimmern könne durch das Gerät mit einem Stromstoß behoben werden. Sobald man den Deckel des Apparates zurückklappe, beginne er zu sprechen. Wer den Anweisungen folge, könne nichts falsch machen. Stromstöße gebe der Defibrillator nur dann ab, wenn er tatsächlich ein Kammerflimmern feststelle. „Das Einzige, was man nicht tun sollte, ist, nichts zu tun“, sagte Weinbach. „Die Chance zu überleben misst sich daran, ob Erste Hilfe geleistet wird.“

Als Erstes Notruf absetzen

Steih-Winkler erklärte, es gehe darum, die durchschnittlich 8 bis 10 Minuten bis zum Eintreffen eines Rettungswagens zu überbrücken. Denn, wenn das Gehirn nicht mit Blut und dadurch mit Sauerstoff versorgt werde, beginne nach zwei Minuten ein Abbauprozess.

Wer jemanden bewusstlos vorfinde, solle als Erstes einen Notruf absetzen und danach mit der Herzdruckmassage und Beatmung beginnen. Eine dritte Person solle den Defibrillator holen. Wichtig sei eine möglichst lückenlose Herzdruckmassage und Beatmung.

Die Herz-Allianz ist ein Verbund aus der Philipps-Universität, dem Universitätsklinikum und der Stadt. Seit 2006 wurden an 47 Stellen Laiendefibrillatoren verteilt, die teilweise von der Stadt, teilweise aus Spenden 
finanziert wurden.

Standorte sind neben öffentlichen Gebäuden auch Arzt-Praxen und Feuerwehrhäuser sowie das Cineplex, das Kaufhaus Ahrens und der Rewe-Markt am Richtsberg. Eine Liste findet sich auf den Internetseiten der Stadt sowie über die App „Defi Now!“. Bisher gebe es in Marburg noch kein Gerät, das unabhängig von Öffnungszeiten zugänglich sei, so Steih-Winkler.

von Freya Altmüller

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