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Erna Pitz will die Gemeinschaft stärken

Bezirkslandfrauen Erna Pitz will die Gemeinschaft stärken

Erna Pitz ist die neue Vorsitzende des Bezirkslandfrauenvereins. Sie tritt damit das Erbe von Ute Lepper an, die den Verein 20 Jahre lang führte.

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Der neue Vorstand: Christine Schneider (von links), Katharina Henz, Doris Amling, Erna Pitz, Elsbeth Kisselbach und Emmi Walter. Es fehlt: Melita Sauerwald.

Quelle: Yanik Schick

Kirchhain. Viele Worte mochte Ute Lepper zum Ende ihrer Amtszeit nicht verlieren. „Ich werde immer gern an diese Zeit zurückdenken, denn ich habe sehr viel gelernt“, sagte sie während der Jahreshauptversammlung.

Nach genau 20 Jahren als Vorsitzende des Bezirkslandfrauenvereins Marburg trat Lepper an diesem Abend von ihrem Posten zurück. Sie freue sich nun auf die vor ihr liegende Freizeit, verriet die 71-Jährige, doch auch „ein wenig Wehmut“ schwinge mit. Schon vor einem Jahr hatte Lepper ihr Ausscheiden aus dem Vorstand angekündigt. „Jetzt ist einfach der richtige Zeitpunkt“, erklärte sie später gegenüber der OP, „es war sichergestellt, dass sich eine Nachfolgerin findet.“

Bei der Wahl zur neuen Vorsitzenden traten denn sogar zwei Frauen an: Erna Pitz, Leppers auserkorenene „Wunschkandidatin“, setzte sich bei einer Geheimabstimmung mit 28 zu 20 Stimmen gegenüber der bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Doris Amling durch. „Ich habe nicht damit gerechnet“, sagte Pitz, die bereits Vorsitzende des Ortsvereins Ohmtal ist, „ich wollte eigentlich nie in den Vordergrund. Aber ich glaube, das werde ich jetzt lernen.“ Ihr Ziel in den kommenden vier Jahren sei es, die Gemeinschaft im Bezirkslandfrauenverein zu stärken. „Wir möchten wieder mehr Referenten vom Landesverband zu uns holen und so das Interesse für Seminare wecken.“

Doris Amling wird Stellvertreterin

Als stellvertretende Vorsitzende wurde Doris Amling bestätigt. Die Wahl zur Schriftführerin gewann Christine Schneider. Neue Kassiererin ist Emmi Walter, sie wird vertreten von Elsbeth Kisselbach. Als Beisitzerinnen wählten die knapp 50 stimmberechtigten Mitglieder im Hessischen Hof Katharina Henz und Melita Sauerwald.

Während in diesen Tagen viele Vereine um die Besetzung ihres Vorstands ringen müssen, gab es bei den Landfrauen einen regelrechten Andrang auf die Ämter. Bei jeder Abstimmung kandidierten mindestens je zwei Frauen. Woran das lag? „Gute Frage“, sagte Ute Lepper überrascht, „vielleicht daran, dass wir im Vorfeld schon so viel Werbung gemacht haben.“

Lepper bekam an diesem Abend von Hildegard Schuster, der Präsidentin des Hessischen Landfrauenverbandes, die „Silberne Biene“ verliehen. Dies ist die höchstmögliche Auszeichnung auf Landesebene. Ihre Anliegen, zum Beispiel die gesellschaftliche Gleichstellung von Mann und Frau, habe sie vehement in den Landesverband eingebracht, betonte Schuster. Ute Lepper selbst hob als Höhepunkt ihrer Amtszeit den Hessentag in Stadtallendorf hervor, bei dem der 989 Mitglieder zählende Bezirkslandfrauenverein mit einem eigenen Stand vertreten war.

von Yanik Schick

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