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Epilepsie-Zentrum hat eine neue Leiterin

Frauenteam Epilepsie-Zentrum hat eine neue Leiterin

Im Epilepsie-Zentrum am Uni-Klinikum hat künftig ein nahezu reines Frauenteam das Sagen. An der Spitze steht Professorin Susanne Knake. Sie war vorher jahrelang die stellvertretende Leiterin.

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Das Ärztinnen-Team des Epilepsie-Zentrums mit (hinten von links) Kathrin Schorlemmer, Leiterin Professorin Susanne Knake, Anna Sikeler sowie (vorne von links) Izabella Chmielewska, Leona Möller, Dr. Ilka Immisch  und der stellvertretenden Leiterin PD Dr. Katja Menzler.

Quelle: Medien für Medizin

Marburg. Die große Abschiedsfeier fand gerade statt. Professor Felix Rosenow nimmt einige Kollegen mit an das Uni-Klinikum nach Frankfurt, wo er eine neue Epilepsie-Station aufbaut. Ein kleines Standbein behält er aber zunächst noch in Marburg, denn das von ihm geleitete europäische Epilepsie-Forschungsprojekt ist nach wie vor noch am Marburger Uni-Klinikum angesiedelt.

Der Betrieb am Marburger Epilepsie-Zentrum geht aber auch nach dem Weggang des bisherigen Chefs nahtlos weiter. Die Kontinuität bleibt auch deswegen voll gewahrt, weil Rosenows langjährige Stellvertreterin, Professorin Susanne Knake, nunmehr die Leitung übernimmt. „Die Versorgung der Epilepsie-Patienten bleibt auf dem gleichen Niveau gewährleistet“, sagte Professor Richard Dodel, kommissarischer Leiter der Neurologischen Klinik des Uni-Klinikums, im Gespräch mit der OP.

Im ärztlichen und pflegerischen Bereich ist es nahezu ein reines Frauenteam, das künftig die Verantwortung für die Versorgung der Epieepsie-Patienten an der Marburger Klinik hat. Die neue Leiterin ist die 43-jährige Ärztin und Wissenschaftlerin Professorin Susanne Knake, die bereits seit 1998 am Uni-Klinikum beschäftigt ist. Sie hat zusammen mit Rosenow das Epilepsie-Zentrum ausgebaut. So will sie zunächst an der bewährten Arbeit nicht viel ändern.

Modernste Methoden stehen zur Verfügung

Allerdings strebt sie eine noch bessere Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Gynäkologen an, wenn es um das Thema Epilepsie und Schwangerschaft geht. Rund zehn Prozent der Deutschen erleiden  mindestens einmal in ihrem Leben einen epileptischen Anfall.

Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass sie weitere Anfälle erleiden müssen oder zu Dauerpatienten werden. Als ganz wichtig sieht Knake vor allem die Beratung von Patienten an, die einen ersten Epilepsie-Anfall erlitten haben. Zur Abklärung der genauen Diagnose und der Frage, ob weitere Anfälle zu erwarten sind, stehen im Epilepsie-Zentrum modernste Methoden zur Verfügung.

So gibt es eine Beobachtungsstation, wo Anfälle unter kontrollierten Bedingungen überwacht werden. Immer wichtiger ist auch die genaue „Durchleuchtung“ der einzelnen Gehirnregionen mit Hilfe von bildgebenden Methoden.

Die medikamentöse Behandlung und die diagnose vor eionem möglichen  chirurgischen Eingriff stellen neben der Epilepsiechirurgie die Pfeiler der Therapie in Marburg dar. Rund 2 500 Patienten pro Jahr werden vom Team des Zentrums ambulant versorgt und 210 Patienten im Jahr stationär.

Viele dieser Patienten kommen aus dem Landkreis und der weiteren Region, macht Knake deutlich. Als wichtig sieht sie auch an, dass für die Beratung der Epilepsie-Patienten eine eigene Stelle eingerichtet ist, die weiterhin im Uni-Klinikum angesiedelt ist und unter der Telefonnummer 06421/5865438 erreichbar ist. Dort berät eine Mitarbeiterin beispielsweise Epilepsie-Patienten, wenn es um die wichtige Frage der beruflichen Situation geht.

von Manfred HItzeroth

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