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Entspannte Atmosphäre vor dem Bahnhof

Einweihung des Vorplatzes Entspannte Atmosphäre vor dem Bahnhof

Es war ein wahrlich buntes Treiben am Samstag auf dem Vorplatz des Marburger Bahnhofs.

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Bahnhofsfest Marburg.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Jung und Alt, Groß und Klein, Menschen verschiedenster Nationalitäten waren gekommen, um beim offiziellen Einweihungsfest dabei zu sein. Sie wurden an den verschiedenen Informations­- und Ausstellungsständen bestens unterhalten, darunter Stände der Marburger Stadtwerke, des Rhein-Main-­Verkehrsbundes, der Marburg Tourismus und Marketing GmbH (MTM) und des Marburger Zollamtes, das an diesem Tag sein 250-jähriges Bestehen feierte. Wer von den ganzen Angeboten eine Auszeit brauchte und sich stärken wollte, hatte dazu an den zahlreichen Ständen ansässiger Gastronomieunternehmen Gelegenheit.

Vorführung Drogensuchhund Bahnhofsfest Marburg. Foto: Nadine Weigel

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Vierbeinige Stars des Festes

Highlight des Festes waren aber weder ein Informations-­ noch Ausstellungsstand, sondern die Rauschgiftspürhunde des Zollamtes. In einer beeindruckenden Demonstration suchten zwei Vierbeiner, die für gewöhnlich am Frankfurter Flughafen eingesetzt sind, eine Reihe von Reisekoffern ab. Das große Publikum staunte nicht schlecht, als die Hunde das Gepäck beschnüffelten und den Hundeführer fehlerfrei auf den Koffer, in dem Rauschgift versteckt war, hinwiesen.

Allein Anschaffung und Ausbildung eines solchen Spürhundes koste 20000 Euro, so Zollhundelehrwart Dieter Keller. Eine Investition, die sich laut Keller lohnt: „Der Hund braucht für 400 Gepäckstücke 12 Minuten. Ein Drogendetektor schafft in der gleichen Zeit nur einen einzigen Koffer!“

Mit Drogen hat die MTM eigentlich gar nichts zu schaffen. Trotzdem schien es, als ginge von ihrem Stand eine drogenähnliche Wirkung aus. Egal, ob jung oder alt: Die Besucher konnten kaum genug davon kriegen, am aufgebauten Glücksrad zu drehen und verschiedene Preise zu ergattern. Darunter beispielsweise kostenlose Führungen durch die Oberstadt oder Spielzeug für Kinder. „Die Preise wurden uns förmlich aus der Hand gerissen“, beschrieb MTM-­Mitarbeiterin Doris Autzen den Andrang lachend.

Fest ein Besuchererfolg

Offenbar wollte sich das Zollamt bei den Feierlichkeiten zu seinem 250. Geburtstag von der MTM nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und hatte ebenfalls ein Glücksrad aufgebaut. Traf man bestimmte Felder, so durfte man allerdings Aufgaben erledigen, deren Attraktivität begrenzt war. „Sie dürfen Hundezwinger oder Zollamt­-PKWs säubern, Innendienst bei uns schieben oder, und das kann ich besonders empfehlen, mich zum Essen einladen!“, lachte Zollbeamtin Anke Hahn. Natürlich spaßte sie. Jeder Teilnehmer bekam kleine Preise. Niemand musste putzen.

Ein weiteres Highlight der Zöllner war ein Tisch, an dem illegale Importe, die von Einreisenden konfisziert worden waren, zur Schau gestellt wurden. Skurriles und Makabres, soweit das Auge reichte: Korallen, präparierte Alligatorenköpfe, Elfenbein sowie Stiefel aus Schlangenhaut.

Laut Jan-Bernd Röllmann, Marburgs Stadtmarketingkoordinator, waren bis zum Samstagnachmittag schon mehr als 2000 Besucher beim Fest gewesen. Eine Besucherzahl, die ein „voller Erfolg“ sei. „Wir erwarten natürlich, dass sich heute Abend insbesondere viele Studenten auf dem Bahnhofsvorplatz tummeln“, fügte Röllmann hinzu. Damit spielte er auf das Abendprogramm des Festes an, das in erster Linie aus einem Poetry Slam bestand, und an dem mehrere Hochkaräter der deutschen Slammer­-Szene teilnahmen. Passenderweise waren die Themen für den Slam „Reisen“ und „die Bahn“.

von Benjamin Kaiser

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