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Entscheidung zu Kita-Kompromiss steht an

Stadtparlament Entscheidung zu Kita-Kompromiss steht an

Die Elterninitiative gegen die Erhöhung der Kita-Gebühren wird am Freitag anlässlich der Stadtparlamentssitzung, während der die umstrittenen Pläne beschlossen werden sollen, erneut protestieren.

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Familien protestieren seit Wochen gegen die geplante Erhöhung der Kita-Gebühren in Marburg.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Ein „fauler Kompromiss“ sei die vorgeschlagene Erhöhung der Kinderbetreuungsgebühren, vor allem die nach 2019 beginnenden regelmäßigen Steigerungen. Man werde sich „darauf nicht einlassen“, heißt es von den Demonstranten, die - obwohl der Widerstand zuletzt abebbte - zur Teilnahme am Protest um 16 Uhr auf dem Marktplatz aufrufen.

Wann genau die Stadtverordneten, deren Sitzung um 16.30 Uhr beginnt, die Reform der Kinderbetreuungssatzung behandeln, ist unklar. Aktuell ist der SPD/BfM/CDU-Antrag der 57. Tagesordnungspunkt - das Thema dürfte angesichts des gesteigerten öffentlichen Interesses aber vor Beginn der Sitzung nach vorne gezogen werden.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert die Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik indes zu einer Vereinheitlichung der Qualitätsstandards in Kitas auf. „Trotz der leichten Verbesserungen in den letzten Jahren sind wir beim Personalschlüssel noch immer weit von den wissenschaftlich empfohlenen Standards entfernt. Hier besteht weiterhin dringender Verbesserungsbedarf“, sagt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer. Um die Qualität in Kitas zu steigern, spricht sich das Deutsche Kinderhilfswerk für ein ­Investitionsprogramm in Höhe von fünf Milliarden Euro jährlich für die nächsten Jahre aus. „Sonst werden wir in unseren Kindertageseinrichtungen den Kindern nicht ausreichend gerecht.“ Konkret verlangt der Verband Verbesserungen bei Öffnungs- und Schließzeiten der Kitas, Ganztagsangeboten und den Kosten für die Familien. Zudem solle es, neben Qualifikationsregeln für Fachkräfte, eine Festlegung einer maximalen Gruppengröße entsprechend den Bedürfnissen und des ­Alters der Kinder geben.

von Björn Wisker

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Finanzausschuss
Vor der vergangenen Sitzung des Stadtparlaments hatten Eltern und Kinder gegen Pläne für Gebührenerhöhung in städtischen Kindertagesstätten protestiert.

Die Debatte um die Erhöhung der Kinderbe­treuungsgebühren sorgte auch am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss für Gesprächsstoff und zumindest bei den Grünen für eine erneute Kehrtwendung.

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