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Eltern zeigen G 8 die rote Karte

Demonstration Eltern zeigen G 8 die rote Karte

„Wir wollen G 9“: Unter diesem Motto gingen Eltern mit ihren Kindern in Marburg auf die Straße.

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Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Schon von weitem hört man Kindergesang, Pfeifen und dröhnende Töne aus dem Megaphon. „Rote Karte für G 8“, „Schluss mit dem Bildungsirrsinn“ und „Wir sind Kinder, keine Lernmaschinen“ steht unter anderem auf den zahl­reichen Plakaten und Bannern
des Demonstrationszuges. Über 400 Teilnehmer fanden sich am Samstag am Steinweg zusammen. Eine große Zahl an Kindern war mit von der Partie. Gemeinsam zogen die entrüsteten Eltern durch Marburg, um gegen die G 9-Sperre für derzeitige 5. und 6. Klassen an hessischen Gymnasien zu protestieren. Mit der Änderung des Hessischen Schulgesetzes im vergangenen Jahr können die Schulen entscheiden, die im kommenden Sommer auf die Gymnasien wechselnden Fünftklässler
nach G 9 einzuschulen. Diese Möglichkeit haben bestehende 5. und 6. Klassen nicht und unterstehen weiterhin der G 8-Regelung und damit der verkürzten gymnasialen Schulzeit von acht Jahren. Das hessische Kultusministerium hat die Umsetzung von G9

für diese Kinder gesperrt, um den Schülern, deren Eltern sich für G 8 entschieden haben, einen Bestandsschutz zu geben.

Diese Vorgehensweise lehnen die Pro-G 9-Eltern entschieden ab und fordern eine Umsetzung und Rückkehr zu G 9 für alle willigen hessischen Gymnasien, auch für deren Unterstufen des aktuellen Schuljahrs. Auf ihrer Demo zeigten sie Kultusministerin Nicola Beer (FDP) daher die rote Karte.
„Mehr als 90 Prozent der Eltern befürworten G 9“, betonte Solweig Dersch von der Elterninitiative G 9 der Lahntalschule Biedenkopf (LTS).
Die lange Schlange der Demonstranten zog vom Steinweg zum Marktplatz. Weiter ging es durch die Oberstadt Richtung Rudolphsplatz in die Biegenstraße und wieder zurück zum Nordviertel.
„Die Demonstration war ein voller Erfolg“, freute sich Tamara Hoffmann von der Eltern­initiative über die planmäßig verlaufene Aktion. Nun hoffen die Organisatoren auf eine entsprechende hessenweite Resonanz und Stellungnahme.

von Ina Tannert

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