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Eltern richten sich auf langen Streik ein

Kita-Streik Eltern richten sich auf langen Streik ein

Der Streik der Kita-Erzieherinnen dringt tief in das Leben von Familien ein, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder unterbringen können. In manchen Fällen droht gar ein Job-Verlust. Trotzdem zeigen auch diese Eltern ihre Solidarität.

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Eltern und ihre Kinder zeigen, dass sie die streikenden Erzieherinnen verstehen.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. 120 Eltern und Kinder versammelten sich gestern um 17 Uhr auf dem Marburger Marktplatz, um ihre Solidarität mit den streikenden Erzieherinnen ihrer Einrichtungen zu bekunden. „Das machen wir jetzt jeden Montag, bis es zu Ende ist“, zeigte sich Elternbeirat Harald Schmidt unter zustimmenden Jubel der anderen entschlossen. „Das ist erst der Anfang, es werden noch mehr werden“, so Schmidt weiter. Warum das alles? „Weil wir Eltern und Kinder den Erzieherinnen unsere Stimme geben können - sonst haben sie ja keine.“ Und obgleich die Eltern gelassen wirken, nutzen sie ihre Solidaritätsbekundung auch als Ventil ihres persönlichen Stresses, der sich aber nicht gegen die Erzieherinnen richtet. „Es ist schwer, wenn man keine Großeltern hat, die einspringen können“, sagt ein Vater. Eine Woche sei gerade so zu managen, dann drohen bittere Entscheidungen, denn nicht jeder Arbeitgeber zeigt sich kulant oder flexibel. Urlaubsverschiebungen sind nicht möglich, freie Tage auch nicht, Kinder an der Arbeitsstelle nicht erlaubt. Andere Eltern haben sich zusammengetan, organisieren private „Kinderhorte jeweils abwechselnd bei einem zu Hause.

Heute führt vom Georg-Gaßmann-Stadion aus ab 11 Uhr eine Demonstration durch Marburg zum Marktplatz. Unter dem Motto „Wir sind auch dabei“ zeigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Einrichtungen der Behindertenhilfe, aus Wohlfahrtsverbänden und freien Trägern der Jugendhilfe in Hessen heute Flagge. Die Zentrale Kundgebung ist für 11.45 Uhr auf dem Marktplatz vorgesehen. Die Stadt Marburg weist darauf hin, dass es in der Innenstadt zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen wird.

von Götz Schaub

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