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Elke Siebler berät Dr. Thomas Spies

Neuer Oberbürgermeister Elke Siebler berät Dr. Thomas Spies

Der künftige Oberbürgermeister bestätigte der OP: Seine persönliche Referentin wird Elke Siebler. Bislang arbeitete die 46-Jährige als Leiterin der Bildungsstätte am Richtsberg.

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Elke Siebler ist eine Frohnatur. Sie freut sich auf ihre neue Stelle als persönliche Referentin des Oberbürgermeisters.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Sie ist parteilos – und das schon seit einigen Jahren. Das muss Elke Siebler betonen. Denn die 46-Jährige ist vielen Marburgern noch als ehemalige Grünen-Lokalpolitikern bekannt. Sie war zum Beispiel Fraktions-Geschäftsführerin der Marburger Grünen und kandidierte 2008 für den Landtag. Doch danach trat sie aus der Partei aus, weil sie den „Wertewandel in Richtung Neoliberalismus“ nicht geteilt habe.

Nun möchte Elke Siebler mit einem Sozialdemokraten zusammenarbeiten, den sie seit vielen Jahren kennt: Siebler wird die persönliche Referentin des künftigen Oberbürgermeisters Dr. Thomas Spies. Mit seinem Amtsantritt am 1. Dezember wechselt auch sie ins Rathaus.

Die Politikwissenschaftlerin, Pädagogin und Projektmanagerin arbeitet derzeit noch bei der Stadt Marburg als Leiterin der Bildungsstätte am Richtsberg. Zuvor war sie unter anderem Mitarbeiterin beim Jugendkompetenz-Netzwerk Marburg und beim Verein zur Förderung der Integration Behinderter.

Spies lobt Siebler als „hochkompetente Frau“

Zudem hat sie den Verein 
„Bifair“ (die Abkürzung für Bildung und Fairness) gegründet. Der Verein schult zum Beispiel Mitarbeiter von Verwaltungen 
oder Bildungseinrichtungen in sogenannter transkultureller Basiskompetenz. Was so abstrakt klinge, sei in der aktuellen Flüchtlingsarbeit wichtig. Wer mit Menschen aus verschiedenen Herkunftskulturen und Ländern zu tun habe, müsse mehr über andere Kulturen wissen.

Die außerschulische Bildung war ihr Steckenpferd, die Erfahrungen und Kenntnisse aus diesem Berufsfeld werde sie in ihre neue Aufgabe mitbringen, erklärt sie im OP-Gespräch. Spies hatte angekündigt, dass Investitionen in Bildung und der Ausbau der Ganztagsbetreuung zu seinen Zielen gehören werden.

„Elke Siebler ist eine hochkompetente Frau“, sagt Spies. Dass sie für Klarheit und politische Realität stehe, habe sie 2008 bewiesen, als sie im Landtagswahlkampf als seine Gegenkandidatin die Wähler dazu aufgerufen habe, ihm die Erststimme zu geben.

Spies und Siebler betonen, dass das Amt der persönlichen Referentin nicht politisch ist. „Der Oberbürgermeister ist ohnehin für alle Marburger da, und ich kann mit jeder guten Idee arbeiten, egal, aus welchem Lager sie kommt“, sagt Siebler. Inhaltlich stimme sie sicherlich zu etwa 90 Prozent mit den Positionen von Spies überein, sagt sie.

Strategisch und sachlich

„Ich kann strategisch und pragmatisch arbeiten, bin sachlich und unabhängig. Ich denke, das zeichnet mich aus“, sagt die gebürtige Pforzheimerin, die 1989 zum Studium nach Marburg kam, selbstbewusst. Sie werde den Oberbürgermeister 
beraten, Vorlagen mit ihm erarbeiten und Reden schreiben. So ähnlich wie dies die langjährige Referentin Brigitte Bohnke für den amtierenden Oberbürgermeister Egon Vaupel gemacht habe.  „Thomas Spies und ich treten beide in große Fußstapfen. Brigitte Bohnke und Egon Vaupel waren ein Dreamteam. Das werden wir auch sein“, lacht Elke Siebler. Sie freue sich auf die neue 
Herausforderung.

Dass die Arbeitstage lang sein werden, wisse sie. Davor habe sie keine 
Angst. Zu groß sei die Freude 
über die Nachricht, dass ihre 
Bewerbung erfolgreich war. Jetzt könne sie frei darüber sprechen. Der Magistrat hat in seiner nicht-öffentlichen Sitzung der Stellenbesetzung zugestimmt, erklärte Vaupel auf Anfrage der OP.

Seine jetzige Referentin Melanie Drusel werde wieder in der Stadtverwaltung für politische Gremien zuständig sein. Siebler hat nun zunächst Urlaub, wird mit ihrem Labrador noch viel an der frischen Luft verbringen und auch mehr Zeit für ihr Hobby Singen haben. Siebler ist Vorsitzende des Ensembles Canticum Antiquum.

von Anna Ntemiris

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