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Eiskalte Tradition

Fackelschwimmen Eiskalte Tradition

Schwimmen bei minus sechs Grad Außentemperatur in sieben Grad kaltem Wasser. Verrückt? Nein! Mit dem traditionellen Fackelschwimmen läuten Marburger die Weihnachtszeit ein.

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Nur die Harten gehen Baden: Mehr als 60 Wagemutige stürzten sich am Samstag in die eisigen Fluten der Lahn. Bereits zum 34. Mal veranstaltete die DLRG das vorweihnachtliche Fackelschwimmen.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Huiiiiiiii…“, so mancher Wagemutige stieß einen spitzen Schrei aus beim Eintauchen in die kalten Fluten. Mehr aber auch nicht. Wer am Samstagabend beim traditionellen Fackelschwimmen der DLRG Ortsgruppe Marburg mitmachte, gehört wirklich zu den Hartgesottenen.

Foto: Nadine Weigel

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So wie zum Beispiel die Familie von Ernst Zeppel. „Die haben mir doch tatsächlich verboten, nochmal mitzumachen“, beschwert sich der 81-Jährige lachend. Das DLRG-Urgestein ist stolz darauf, dass er auch noch im vergangenen Jahr mitgeschwommen ist. Diesmal jedoch schickt er stattdessen zwei Enkel, zwei Söhne und eine Schwiegertochter ins kühle Nass. Als er seinen 14-jährigen Enkel Raik bibbernd aus dem Wasser steigen sieht, scheint er dann doch ein bisschen froh zu sein, das Spektakel vom Ufer aus beobachtet zu haben.

Einen Tipp hat er allerdings dennoch: „Schütte dir das nächste Mal etwas warmes Wasser in den Taucheranzug – das hilft gegen die Kälte!“ Seit 34 Jahren veranstaltet die DLRG-Ortsgruppe das Fackelschwimmen, zu dem auch stets befreundete Retter aus Norddeutschland kommen. In diesem Jahr war die Resonanz generell groß: Mehr als 60 Schwimmer gingen ins kalte Wasserund zahlreiche Zuschauer bestaunten und beklatschten die Weihnachtslieder singenden Fackelschwimmer vom Ufer und den Brücken aus.

Das traditionelle Ereignis fand auch in Gedenken an den vergangene Woche verstorbenen langjährigen Vorsitzenden Knut Bamberger statt. „Die DLRG trauert. Wir sind in Gedanken bei seiner Familie“, betonte
Michael Dübbert, Einsatzleiter Technik.

von Nadine Weigel

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