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Eisenach-Freunde pflegen Partnerschaft

Volksfest Eisenach-Freunde pflegen Partnerschaft

Dutzende Marburger haben in der Partnerstadt Eisenach das traditionelle Sommergewinnfest gefeiert. Insgesamt waren mehr als 40.000 Besucher bei der Veranstaltung in Thüringen.

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In Eisenach feierten Tausende Einwohner und Gäste den Sommergewinn. Mit dabei war auch ein Gruppe aus Marburg.

Quelle: Arnd Hartmann

Marburg. 1300 ehrenamtliche Teilnehmer, 37 Festwagen, 40 Lauftruppen, 20 Fahrzeuge und zehn Spielmannszüge gab es in der Innenstadt zu sehen: Und mittendrin die Marburger Oberstadtgemeinde sowie die Arbeitsgruppe der Stadtteilgemeinden. Das Motto des Sommergewinnfestes lautete „120 Jahre Fahrzeugbau in Eisenach“.

Seit der Wiedervereinigung beteiligt sich eine Marburger Stadtvertretung als ein fester Bestandteil am partnerstädtischen Miteinander in Eise­nach. Die Vorfreude auf die Festlichkeiten war auch in diesem Jahr groß. „Imposant und vielseitig waren die Oldtimer und die Geschichte der Automobilindustrie“, sagten Detlev Scharlau und Axel Koch vom Vorstand der Stadtteilgemeinden bezogen auf Festumzug in der Wartburgstadt. Tausende Kreppblüten hüllten das Zentrum zudem in ein buntes Farbenmeer, die in fünfmonatiger Vorarbeit mithilfe der fleißigen Blütenfrauen in Handarbeit gebastelt wurden.

Am Samstag fand in Eisenach der traditionelle Sommergewinn statt. Auch in diesem Jahr war wieder eine Gruppe Marburger beim Festzug vertreten.

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Seit 1897 begehen die Eise­nacher drei Wochen vor Ostern das Fest, zu dessen Höhepunkt auch in diesem Jahr am Ende Frau Sunna im Gespräch mit Herrn Winter bei der symbolischen Strohpuppenverbrennung stritt. „Es ist schon ein besonderes Brauchtum, an dem die Bürger teilhaben“, sagte Bernd Heimbürger vom Sommergewinn Förderverein.

„Ich freue mich sehr, dass sich Eisenach so schick gemacht hat. Darauf ein Gut Ei und Kikeriki“, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) die Festteilnehmer vor dem Stadtschloss.

Rückbesinnung auf Natur und Jahreszeiten

Auch wenn der im Ursprung heidnisch und germanische Brauch in der heutigen Zeit einem bestimmten Thema zugewandt ist, zeigen Kommersch und Volksfest die Rückbesinnung zur Natur und ihrer jahreszeitlichen Veränderung. „Willst du die Menschen auf mich hetzen“, donnerte Herr Winter später zu den Besuchern in die Menge. „Ich werde dich schon brechen, wach auf Mutter Erde“, entgegnete Frau Sunna hoch oben auf ihrem goldenen Wagen dem frostigen Gesellen und begrüßte am Veranstaltungsende den Frühling in der Stadt.

von Arnd Hartmann

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