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Eisblumen beim Marburger Frühling

Verkaufsoffener Sonntag Eisblumen beim Marburger Frühling

Der Schnee erinnerte eher an den Winter. Dennoch kamen einige Besucher, um sich am bunten Treiben des "Marburger Frühlings" zu erwärmen.

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Die Besucher der Oberstadt nutzten die Sonnenstunden aus. Die Plätze in den Straßencafés waren dauerbelegt.

Quelle: Thorsten Richter

Schon zum zehnten Mal fand das Fest in der Marburger Innenstadt statt und bot den Besuchern ein vielfäl­tiges Programm. Wie in den vergangenen Jahren, traten an den zentralen Orten der Stadt verschiedenste Künstler auf. Die Besucher trafen beispielsweise auf die Tänzerin Ellen Urban, Heinz den Zauberer, den Improvisationskünstler „Knäcke“, die Grand Dame „JJ Stelzen“, den Ballonskulpturen-Künstler Tobi van Deisner oder das Clown-Duo „Diva Danse“.

Auch für Musik war gesorgt. Die Clownsband „The Bombastics“, die Marchingbands „Red Hot Dixie Devils“ und “Big Feet Boys” sowie einige Drehorgelspieler sorgten für muntere Klänge in den Marburger Straßen. Obendrein gab es den Bücherflohmarkt im KFZ, die Fahrradbörse und den Flohmarkt in Weidenhausen und eine Kirmes auf dem Gelände des Kaufparks Wehrda. Symbolisch für den beginnenden Frühling verteilten außerdem Blumenmädchen an die Passanten Narzissen. Zum ersten Mal im Programm war der Weinboulevard auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz, der das gesamte Wochenende über Besucher anlockte. Dort wurde am Samstag um 11 Uhr der Marburger Frühling durch Oberbürger­meister Egon Vaupel eröffnet.

Blauer Himmel am Samstag, Schnee am Sonntag

In diesem Jahr seien es „erschwerte Bedingungen“, sagte Vaupel im Hinblick auf die Temperaturen. Diese hatten dafür gesorgt, dass der Fachdienst Stadtgrün nicht so umfangreich Blumen aufstellen konnte wie gewohnt. Dennoch wollten die Veranstalter Frühlingsgefühle bei den Marburgern wecken und die Menschen in die Innenstadt locken. Schließlich biete der Marburger Frühling ein „außergewöhnliches Programm“, sagte Vaupel in seiner Eröffnungsrede, für das es sich auch lohne, von außerhalb nach Marburg zu kommen.

Schnee beim Marburger Frühling am Sonntag - Wolfgang Meise beim Schneeschaufeln vor seinem Geschäft in der Oberstadt. Foto: Thorsten Richter (thr)

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Und ja, der Samstag erinnerte an einen Frühlingstag. Der Andrang in der Oberstadt war groß, die Außenplätze der Straßen­cafés dauerbelegt. „Die Stadt war rappelvoll“ zieht Klaus Hövel vom Markt- und Aktionskreis für den Samstag Bilanz. Und auch dem verschneiten Sonntag will er kein komplett negatives Zeugnis ausstellen. Durch den verschneiten Vormittag und den trüben Nachmittag, war der Sonntag nicht so stark besucht wie der Vortag, obwohl dort das künstlerische Rahmen­programm geboten wurde. „Jetzt müssen wir eben denen, die da sind, erst recht etwas bieten“, fand Hövel. In den zehn Jahren, in denen die Veranstaltung nun besteht, sei es das erste Mal, dass das Wetter nicht ganz mitgespielt habe. „Aber immer noch besser als Dauerregen“, so Hövel. Rundum zufrieden waren neben vielen Besuchern, die sich vom Wetter nicht hatten abschrecken lassen, auch die Weinhändler am Elisabeth-Blochmann-Platz. Nachdem der Weinboulevard 2011 schon einmal während des Elisabethmarktes in der Ketzerbach stattgefunden hatte, waren die beteiligten Anbieter nun mit dem veränderten Zeitpunkt und Standort zufrieden. Obwohl es Konkurrenz im Tagesgeschäft gäbe, „sind hier alle etwas näher zusammengerückt“, sagte Isabel Nemec von Vinopolio. Zudem sei es vom Umsatz her „richtig gut gelaufen“.

von Peter Gassner

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