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Einzigartig durch die Ehrenamtlichkeit

Marburger Leuchtfeuer Einzigartig durch die Ehrenamtlichkeit

„Behindert ist man nicht, behindert wird man“, lautet ein Leitgedanke aus der Behindertenbewegung. Lutz Götzfried folgt ihm, seit vielen Jahren setzt er sich gegen soziale Isolation ein.

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Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (von links) applaudiert Preisträger Lutz Götzfried im Beisein des Jury-Sprechers, Alt-Oberbürgermeister Egon Vaupel.Foto: Rike Werner

Marburg. Das Turm-Café im Kaiser-Wilhelm-Turm ist in Marburg wohlbekannt und aus dem Kulturleben kaum wegzudenken.

Seit 2003 leistet Lutz Götzfried dort ehrenamtliche Kulturarbeit mit seelisch kranken Menschen und setzt sich aktiv für berufliche Integration und Selbstbestimmung ein.

Der von ihm mitgegründete Verein Mobilo schafft Arbeitsplätze für Menschen mit psychischer Erkrankung und will Vorurteile und Berührungsängste abbauen.

Für seinen Einsatz würdigte ihn die Humanistische Union (HU) mit Unterstützung der Universitätsstadt Marburg gestern mit dem Marburger Leuchtfeuer für soziale Bürgerrechte.

„Sehr glücklich über diese hohe Wertschätzung“

„Sinnstiftende Arbeit für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, unter maßgeblicher Berücksichtigung ihrer individuellen Problemlage, ist seit vielen Jahren ein Arbeitsschwerpunkt von Lutz Götzfried“, begründete Alt-Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) als Sprecher der siebenköpfigen Jury der HU die Preisvergabe.

„Er verbindet die Teilhabe am Arbeitsmarkt mit der behutsamen Stärkung des Selbstwertgefühls der Betroffenen und der Förderung von städtischer Kultur“, betonte Vaupel.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) zeigte sich von Götzfrieds Engagement ebenfalls beeindruckt: „Gutes Zusammenleben gelingt nur, wenn jede und jeder als akzep­tierter Teil der Gesellschaft leben kann“, sagte Spies. „Lutz Götzfried steht mit seinem Engagement genau dafür, dass Integration, Inklusion und Teilhabe funktionieren“, betonte er.

Lutz Götzfried, der während der Veranstaltung gemeinsam mit Jochen Schäfer selbst für die musikalische Untermalung sorgte, freute sich sehr über den Preis. „Ich bin sehr glücklich über diese hohe Wertschätzung“, sagte Götzfried und betonte, dass er in der Auszeichnung auch eine Ehrung der ehrenamtlichen Mitglieder sah. „Was unser Projekt so besonders macht, ist die ehrenamtliche Arbeit“, so Götzfried.

von Rike Werner

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