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Einweihung im Januar 2016?

Stadthalle Einweihung im Januar 2016?

Der Umbau der Marburger Stadthalle verzögert sich: Statt Anfang November 2015 wird die Halle wohl erst Ende Januar 2016 eingeweiht.

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Der Stadthallen-Umbau verzögert sich: Nicht im November 2015 , sondern frühestens im Januar 2016 findet die Einweihung des Baus nach dem grundlegenden Umbau statt. Foto: Nadine Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Es gibt Bauverzögerungen. Der Eröffnungstermin, auf den wir jetzt hinarbeiten, ist der städtische Neujahrsempfang 2016“, erläuterte der Marburger Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) der OP gestern auf Anfrage. Üblicherweise finden die Neujahrsempfänge des Marburger Magistrats immer am dritten Samstag im Januar statt. In diesem Jahr war erstmals wegen der Bauarbeiten nicht die Stadthalle der Austragungsort, sondern der Empfang fand in der Georg-Gaßmann-Halle statt. Auch Anfang 2015 steht die Gaßmann-Halle noch als Alternativ-Ort zur Verfügung.

Die Bauarbeiten hatten im August 2013 begonnen. Bei der letzten Informationsveranstaltung im Mai dieses Jahres waren Baudezernent Dr. Franz Kahle (Grüne) sowie OB Vaupel (SPD) noch davon ausgegangen, dass die Halle nach der Fertigstellung des Umbaus schon im November kommenden Jahres eröffnet werden könnte. Das hätte dann nur eine Verzögerung von vier Wochen bedeutet.

Der Schaden an einer Druckwasserleitung hatte im Dezember 2013 die Baugrube mit Wasser volllaufen lassen (die OP berichtete), nach Darstellung der Bauverantwortlichen ein Grund für die Verzögerungen beim Bau. Im Mai lagen die Arbeiten laut dem Architekten Thomas Hess vor allem deswegen um zehn Wochen hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Damals hoffte er noch, dass bis zum Abschluss der Arbeiten nur noch eine Verzögerung von vier Wochen zu verzeichnen wäre.

Doch diese Planungen lassen sich nun nicht halten. Zu den Gründen für die Bauverzögerung sagte OB Vaupel, dass es beim Übergang vom alten zum neuen Bereich Komplikationen gebe. Nur der Kern der alten Stadthalle rund um den großen Saal bleibt stehen, der Rest wurde abgerissen. Darum herum werden neue Gebäudeteile gebaut, die mit der alten Stadthalle zu einem Gebäudeensemble zusammenwachsen sollen.

Es sei üblich bei jedem Großbau, dass längere Bauzeiten möglich seien, betonte der OB. Auf die Frage der OP, ob es spezielle neue Gründe für weitere Verzögerungen gebe, sagte Vaupel ohne Angaben zu Details, dass es keine Probleme gebe, die einer Extra-Aufarbeitung bedürften. Die OP fragte Vaupel auch, ob durch die längere Bauzeit auf die Stadt mehr Baukosten für den Stadthallen-Umbau hinzukommen. Dazu sagte der OB, dass ihm davon derzeit nichts bekannt sei. Ende dieses Jahres werde der aktuelle Stand der Baukosten wieder ermittelt.

Einnahme-Ausfälle für das Hessische Landestheater

Im Mai hatte Baudezernent Kahle bekannt gegeben, dass für das Großprojekt an der Biegenstraße mit Mehrkosten von 738000 Euro zu rechnen sei. Als Hauptgründe dafür hatte Projektsteuerer Randolph Petrowitz Erschwernisse bei der Gebäudesanierung sowie unvorhergesehene Bauereignisse beim Rückbau der Stadthalle angegeben.

Für die künftigen Nutzer der Stadthalle bietet die Bauverzögerung teilweise Probleme. Das gilt beispielsweise für das Hessische Landestheater, das im Jahr 2015 dann bereits zum dritten Mal in Folge ein Weihnachtsmärchen nicht am angegebenen Ort in der Stadthalle über die Bühne bringen kann. Das teilte Theater-Intendant Matthias Faltz der OP gestern auf Anfrage mit. Das bedeute für das Theater Einnahme-Ausfälle, denn in die Stadthalle passen pro Aufführung mehr Besucher als in den Alternativstandort im Theater am Schwanhof. Für die Saison 2015/2016 plant Faltz nur noch mit einer anstelle der vor dem Umbau üblichen drei Stadthallen-Produktionen. Keine größeren Probleme bereitet die Verzögerung dem Konzertverein, der zurzeit und bis auf weiteres seine sonst in der Stadthalle stattfindenden Konzerte im gegenüberliegenden Audimax im Uni-Hörsaalgebäude organisiert. „Wir sind darauf eingestellt, dass die Stadthalle erst im Jahr 2016 fertig wird“, sagte Konzertvereins-Vorsitzender Dr. Friedemann Nassauer der OP. Ein Umzug sei dann schnell machbar.

von Manfred HItzeroth

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