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Einsicht in die neue Uni-Bibliothek

Campus-Baustelle: Monatsbild Einsicht in die neue Uni-Bibliothek

Auf der Campus-Baustelle schreiten Anfang September die Arbeiten im Inneren des Baus rasant voran.

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Das langgezogene Gebäude der neuen Uni-Bibliothek ist teilweise noch eingerüstet. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Noch sind die Aufzüge im Inneren der künftigen Uni-Bibliothek nicht betriebsbereit. Stattdessen ist auf jeder Längsseite des im Bau befindlichen Gebäudes jeweils ein kleiner Aufzug montiert: Auf einer Hebebühne, die jeweils an jedem Stockwerk anhalten könnte, wird man mehr als 20 Meter hoch auf das Dach transportiert. Mit dem Aufzug werden auch viele Baustellenmaterialien transportiert.

Von ganz oben auf dem Dach gibt es eine überwältigende 360-Grad-Rundumsicht zu bewundern: Vom Schloss und der Oberstadt-Kulisse über die Elisabethkirche bis zum Spiegelslustturm und den Lahnbergen auf der gegenüberliegenden Seite reicht der Blick. Die anfangs existierenden Überlegungen, eventuell eine Dachterrasse einzurichten, werden allerdings aus Kosten- und Sicherheitsgründen nicht realisiert, erläutert Joachim Haak, Bauprojektmanager von der Uni-Bauabteilung.

Rundgang auf der Baustelle Universitätsbibliothek (Campus Firmanei) in Marburg. Foto: Thorsten Richter (thr)

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Ganz oben auf dem Dach ist die Weitläufigkeit des Baus besonders deutlich zu spüren. Er hat fast die Ausmaße eines Fußballfeldes. Gut zu erkennen ist auch das fast schon fertig montierte leicht geschwungene Glasdach des Atriums, das später als Bindeglied zwischen den beiden Gebäudeteilen fungieren wird. Zum Pilgrimstein hin wird das Gebäude ein Stockwerk höher sein und das Atriumdach hat als Verbindungsglied also eine leicht ansteigende Form. Die Glasplatten, die hier aneinander montiert werden, sind deswegen lauter eigens angefertigte Unikate.

Innenausbau läuft auf Hochtouren

In den einzelnen Stockwerken läuft der Innenausbau auf Hochtouren, erläutert Joachim Haak. So werden beispielsweise in den Untergeschossen noch die letzten Estricharbeiten ausgeführt, bei denen auf den Rohbeton der Bodenbelag aufgetragen wird. Parallel sind die Installationen der Elektro- und Datenleitungen sowie der Wasserleitungen und Heizungstechnik angelaufen. Von den Decken hängen schon zahlreiche Kabelstränge in verschiedenen Farben. „Gelb bedeutet, dass das Datenleitungen sind. Rote Kabel haben mit dem Brandschutz zu tun. Und graue Kabel sind alles andere“, erklärt Markus Janik vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH), früher Staatsbauamt.

Interessiert verfolgt auch Dr. Ilona Rohde, als Leiterin der Benutzungsabteilung der UB „Verbindungsfrau“ zwischen Bibliothek und Baustelle, den Fortgang der Bauarbeiten.

Umzug mit 2,5 Millionen Büchern

„Wir planen derzeit immer detaillierter vor allem den Umzug“, verrät sie im Gespräch mit der OP. Diese logistisch äußerst komplexe Mammutaufgabe wird wohl in den Semesterferien im Sommer kommenden Jahres alle Mitarbeiter der Uni-Bibliothek beschäftigen. Rund 2,5 Millionen Bände finden in der neuen UB ihren Platz. Sie werden nach dem Abschluss der Bauarbeiten alle von der bisherigen UB und mehreren Teilbibliotheken in das neue Gebäude gebracht. Aber auch die Aufträge für die ganz konkrete Möblierung gehen derzeit raus. Erste Anhaltspunkte, wie es künftig in der neuen Bibliothek aussieht, gibt es bereits. So ist beispielsweise ein 2,50 Meter hohes Musterregal bereits aufgestellt. Und in einem Musterraum können die Bauverantwortlichen unter anderem testen, wie künftig die Lichtverhältnisse in der neuen Bibliothek sein werden.

Sehr beeindruckend wirkt bereits jetzt die fast schon fertiggestellte automatische Buchtransportanlage, die die Bücher künftig zu mehreren „Bahnhöfen“ transportieren wird und die Bibliotheksmitarbeiter sehr entlasten soll.

Auch sehr eindrucksvoll sind die Räume für die Lüftungszentrale und die Kältetechnik, bei denen man die riesigen Dimensionen der UB, des künftigen Herzstücks im „Campus Firmanei“ anschaulich vor Augen geführt bekommt.

von Manfred Hitzeroth

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