Freuen sich über Fair-Trade-Auszeichnungen: Anna Kahl vom Weltladen (stehend von links), OB Egon Vaupel, Bürgermeister Dr. Franz Kahle, Kathrin Bremer von TransFair, Stadtrad Klaus Sprywald, Chistina Braun vom Weltladen (sitzend von links), Heydi Contreras und Dalila Aguila.
Marburg. Hunderte Besucher kamen am Sonntag bei schönem Spätsommerwetter in das für den Autoverkehr gesperrte Gebiet rund um den Elisabeth-Blochmann-Platz und das Lahnufer vor der Uferstraße. Dort warben zahlreiche Organisationen, Verbände und Unternehmen für eine möglichst autofreie Mobilität. Und es gab jede Menge Spielangebote – insbesondere für Kinder. Besonders begehrt war allerdings der Stand des Marburger Weltladens, denn die Stadt Marburg hat nicht zuletzt wegen der Aktivitäten des Vereins zwei Auszeichnungen erhalten: Der Verein TransFair, der sich die Förderung des fairen Handels mit der Dritten Welt auf die Fahnen geschrieben hat, hat Marburg zur ersten „Fairtrade-Stadt“ in Hessen ernannt.
Wie Kathrin Bremer von TransFair betonte, ist Marburg die vierte deutsche Stadt nach Saarbrücken, Neuss und Dortmund, die mit dem Siegel ausgezeichnet wurde. Marburg erfülle vorbildlich alle Kriterien, sagte Kathrin Bremer: So wird etwa bei städtischen Veranstaltungen nur noch fair gehandelter Kaffee gereicht, es gibt 29 Geschäfte und 27 gastronomische Einrichtungen, die fair gehandelte Produkte anbieten – zudem sind Schulen, Vereine und Kirchengemeinden eingebunden. Weltweit gibt es nach Angaben des Vereins mehr als 700 Fairtrade-Städte, darunter San Francisco, London und Rom. Bereits am Mittwoch hat InWEnt, die Servicestelle der Kommunen in der Einen Welt, Marburg zur „Hauptstadt des Fairen Handels“ gekürt (die OP berichtete). Vergeben wird die Auszeichnung alle zwei Jahre.
von Uwe Badouin
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